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Briefe über die Fellenbergische Landwirthschaft zu Hofwyl / [Georg von Escher]
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vorderſt diejenige Cultur die vortheilhafteſte ſeyn müße, welche am wenigſten Handarbeit fordere, ſo muß ich vor- züglich dem Wieſenbau und dann demjenigen Theil deſ- ſelben das Wort reden, der durh Bewäſſerung erzielet wird, weil er meinem zweyten Grundſaß entſpriht= dasjenige Land und diejenige Methode ſeyen die nüßlich- ſien, welche den geringſten Aufwand von künſtlichem Dünger bey einer ſichern Produktion heiſchen, und durch die düngende Kraft des'Waſſers jeden künſtlichen ani- maliſchem Dünger überflüſſig macht. So müßte i< den Wieſenbau im Allgemeinen in allen Cantonen auf das nachdru>ſamſte empfehlen, und zwar um ſo da mehr, weil nur ein ganz kleiner Theil der Sc<weiz einen ſo fruchtbaren Boden beſigt/ der mit dem angrenzenden Schwaben und Elſaß concurrieren könnte: Wenn dieſe im Durſchnitt. das ſiebente und achte Korn bauen, ſo bauet man in der Shweiz im ganzen Dur<hſ<nitt kaum das vierte, weil ſeine gebirgigte Lage eine Menge Quel- len hervorbringt, welche den Boden feu<ht und zur Er- zeugung der Gragarten vorzüglich geſhi>&t maßen. I< bin auch. überzeugt, daß wenn die Schweiz überhaupt, ſelbſt den flächern Theil derſelben niht ausgenommen, ihr vorzügliches Augenmerk auf die Vergrößerung und Veredlung der Viehzucht wirft, und deßnahen den na- türlihen und künſtlihen Wieſenbau vorzüglich begünſtigt, ſie den reinſten und ſicherſten Gewinn aus ihrem Boden ziehen wird.

Nach dieſen Grundſäßen werden Sie zwar mein Freund! mir ſagen,, ſollte ich überhaupt dem Fellenbergiſhen Syſtem das vorzüglih auf den AdFerbau geht, das Wort nicht reden== allein meine Grundſäße und meine Empfehlung können bey der ſtärkſten Begünſtigung