51 Particulaten ganz indireete. Die directen Maaßnahmen einer Regierung in der Landwirthſhaft verfehlen mei- ſtens ihren Zwe&. Der Bauer, von Natur ſchon miß- trauiſc<, denkt immer='was will die Regierung mich da mein Handwerk lehren? Das muß i< ja beſſer ver- ſtehen]=- es ſte&t gewiß etwas darunter verborgen= die Sache muß in ihren eignen Kram dienen! Gerade da- rum, weil die Regierung die Sache directe empfichlt, findet ſie Widerſtand, und die Einführung wird um mehrere Jahre verſpätet. Kommen wir einſt auf den glüFlichen Zeitpunkt wo die Regierung alles nur für das Volk thun kann, und das Volk die Ucberzeugung hat, die Regierung habe keinen andern Zwe, als ſein Beſtes=- dann könnte urd ſollte die Regierung dur directe Einwirkung alles Gute befördern=- dänn nähern wir uns jener Vollkommenheit, die der Wunſc< und die Jdee ſo mancher Philoſophen nnd Philantropen, beſon- ders in den neuſten Zeiten war. Allein wenn ich auch die Erreichung dieſes Wunſches noh in einem Theil möglich glaube, ſo iſt es in der Regierung, und zwar darum, weil da nur einer oder wenige handeln. Wo viele in großen Maſſen zuſammen handeln ſollen, ſtreitet der Wunſch ſo lange gegen die Natur des Menſchen, bis dieſer alle ſeine Leidenſchaften abgelegt, oder zu be- zwingen gelernt hat= und dieſes wollen wir einer beſ- ſern Welt überlaſſen.
Für die Cultur des Bodens wäre nichts beſſeres zu wünſchen, als die Vertheilung der Güter in größere oder kleinere Höfe, bey welchen allemal das Haus mit- ten im Gut ſtehen würde. Allein, ſo lange ein Dorf nicht ganz ſchuldenfrey iſt, könnte eine ſolche Einthei- lung nicht“ ſtatt finden. Die Yebernahme der Shulden,


