52 die auf den Gütern haften, von einem Stü auf dos andere, wäre kaum möglich, und ohne dieſe Uebernahme von Schulden könnte auch kein Austauſ< Plaß finden. Wenn ich aber ſchon niht vorſehe daß die Einführung der Vierfelder- Wirthſchaft in den großen AFerbau trei- benden Dorfſchaften vor dem Verfluß eines Menſchenal- ters mögli<h wäre, ſo muß dieſes denno< die wohlden- kenden Landwirthe nicht abſhre&en, auf denjenigen „YeFern die am Ende der Zelgen liegen, das Beyſpiel davon zu geben.
Denjenigen Güterbeſißern, die beſonders abgetheilte Höfe habet, dürfte iH ſie mit Ueberzeugung empfehlen; ſie muß aber mit Bedacht, mit Ueberlegung und Prü- fung der beſondern Lage des Gutes und ſeines Bodens geſchehen.“ Sklaviſhe Nachahmung taugt am allerwenig- ſten in der Landwirthſchaft; es kann 3. B. bey einem angeſtellten Verſuch die Witterung für denſelben in die- ſem Jahr nicht günſtig ſeyn= er mißräth= und die Sache wird mit Unrecht verworfen. Vorzüglich muß jeder auf ſein Vermögen Rü>ſiht nehmen. Der Reichere kann ohne Bedenken ſein Wirthſchaftsſyſtem ſchnell umändern; der minder Begüterte, muß nur langſam und durc umz wege auf dieſen Zwe> hinarbeiten, und kann dann, wenn er es mit gehdriger Beurtheilung ſeiner Kräfte und Verhältniſſen thut, unter gewiſſen Aufopferungen das Ziel na< einer Reihe von Jahren eben ſo ſicher wie jener obſchon etwas ſpäter erreichen.
Raſche, unerfahrne, einſeitig rehnende und. durch den vorſhwebenden höhern Ertrag ihrer Güter geblen- dete Männer, die jeht ſchon ihre Unternehmung auf den dereinſtigen höheren Ertrag gründen, und den auf dem Papier gemachten Entwurf für zureihend halten, ohne


