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Briefe über die Fellenbergische Landwirthschaft zu Hofwyl / [Georg von Escher]
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Seite
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49 allgemein in der Schweiz anwendbar ſeyen, oder ob daſ- ſelbe nur einigen Cantonen und Gegenden und unter ge- wiſſen Beſchränfungen zu empfehlen wäre?

Kein Land in Europa hat bey ſo kleinem Umfang eine ſolche Verſchiedenheit der Cultur, wie die Shweiz.

In einigen« Cantonen wird Viehzucht oder Alpen- wirthſc<aft ausſchließend getrieben= in andern wechſelt ſie mit dem AFerbau in größerem oder kleinerem Ver- Hältniß ab. Andere haben nur Aer- und Weinbau, und mehrere vereinigen Akerbau, Weinbau und Vieh2 zucht in ihren Gränzen.

Schon dieſe Verſchiedenheit beſtimmt auf den erſten Bli>, daß die allgemeine freywillige Einführung irgend eines landwirthſ<aftlihen Syſtems in der Shweiz ſo wenig möglic< ſeyn würde, als die Einführung des po- litiſ<en Einheits-Syſtems=- es-wäre dann dur<h Zwang- mittel z;/ und welcher redlihe Schweizer würde dieſe in einer ſolhen Sa<e anwenden wollen 2

Das Fellenbergiſhe, das ſi<h hauptſä<hlih mit dem A&Ferbau beſchäftigt, iſt alſo eben ſo wenig zu einer all- gemeinen Einführung geeignet; ſondern ſollte ſeiner Na- tur na< vorzüglich für diejenigen Cantone paſſen, in welchen der AFerbau der Hauptzweig der Cultur iſt.

Es iſt indeſſen ſonderbar, daß gerade in dieſen Can- tonen die meiſten Schwierigkeiten der allgemeinern Ein- führung entgegen ſtehen werden. Nicht Vorurtheile, niht die Anhänglichkeit an alte Syſteme und Gewohn- heiten werden ſie behindern;(am Ende müßten dieſe der beſſeren Ueberzeugung weichen) ſondern es iſt jene alte Einrichtung der Zelgen worüber ich oben ſchon geklagt habe= dur< welche alle YeF>er eines Dorfes in den meiſten AFerbau treibenden Gegenden der Schweiz und

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