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Briefe über die Fellenbergische Landwirthschaft zu Hofwyl / [Georg von Escher]
Entstehung
Seite
48
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48 Fellenberg koſtete, um ſein Gut in dem kurzen Zeitraume von 6 bis 8 Jahren auf denjenigen Grad' von Cultur zu bringen, den ſolches nun hat=- das Gut zu Hof- wyl weder jeßt no< zu keinen Zeiten, in ſoferne ſolches nur als ein landwirthſchaftlihes Gut angeſehen und be- handelt, und feine andere ſiHh aus dieſen Einrichtungen ableitende Anſtalt damit verbunden wird', die ge- wöhnlichen Intereſſen von dem Capital tragen kann, das nebſt dem Ankaufspreis dahin iſt verwendet worden z daß hingegen, wenn die projectierte Bildungsanſtalt ſo zu Stande kommt, daß ſie den beſtimmten Zwe hinläng- li< erfullt,(wobey dann dieſes Gut als ein nöthiges für jeden andern zu koſibares Hilfsmittel gebraucht wird) ſelbiges dur< dieſe Vereinigung von Zwe> und Mitteln die Auslagen und Unkoſten dem Herrn Fellenberg hin- länglih wieder zu erſezen geeignet ſey.

Das Gut iſt ſhön und beſtens eingerichtet, das ein- geführte Syſtem iſt zweF&mäßig; allein die Einführung ward mit einer Liebhaberey und einem Eifer betrieben, der, um das Werk bald vollendet zu ſehen, keine Ko- ften ſheute, und bey wel<her immer die gemeinnüßige Jdee bald als Haupt- bald als Nebenzwe& obwaltete.

Sollte auch gegen meinen Wunſ< das Project der Bildungsanſtalt niht ausgeführt werden, ſo muß den- noh die Bekantwerdung und Nachahmung dieſer Ver- ſuche manches Gute ſtiften. Dieſes wird auch geſchehen, und ſoll der Gegenſtand der Beantwortung der dritten und vierten Frage ſeyn.

1I1,

Die dritte Frage fordert die Aufldſung: Ob das Fellenbergiſhe Syſtem der Landwirthſchaft und alle ſeine dahin zwetenden Einrichtungen, in allen ihren Theilen,