47 zugeſtehen== iſt der edlere, liebenswürdigere, gemeinnü- higere Mann, dem viele durc< die Einführung einer bis- anhin unbekannter Zweige dieſer oder jener Wiſſenſchaft ihr GlüF werden zu. verdanken haben= allein, in der Landwirthſchaft wird er nur bey einem Zuſammentrefz- fen der günſtigſten Umſtände ſein Glü& machen; er ſäet aus, was andere erndten.
Der zweite kann zwar auc<. ein braver rr<tſchaffener Mann ſeyn, der manches gute gerade durc ſeine kalte Bedd<tlichkeit ſtiftet, aber nur im kleinern Kreiſe 3; ge- meinnüßig wird er im Großen nie werden-=- es ſtreitet gegen ſeine Maxime, Koſten auf etwas ungewiſſes zu verwenden; gllein, er wird, wenn nicht auſſerordentlihe Unfälle ihn treffen, in der Landwirthſchaft den hdö<hſt möglich reinen Gewinn ſic) weit ſiherer erwerben, als der erſte.
Für welches Bild oder Charakter-S<ilderung der Cha- rakter des Beſißers von Hofwyl paſſe, würde ich Sie mein Freund ſelbſt entſcheiden laſſen, wenn ſie den Herrn Fellenberg kennen würden; allein, da Sie weder ihn, no< ſein Gut kennen, ſo erkläre im mi< gegen Sie, daß, da durh Stand, Geburt und Erziehung Herr Fellenberg in die Reihe des erſten Bildes gehört, au< Charafter und Neigungen, ihn in dieſelbe ſezen. Die- ſeim Zufolge gehet mein unpartheyiſ<hes Urtheil dahin, daß, nach allen den äuſſerſt koſtbaren Verſuchen in den vielen neuen engliſchen AFer-Geräthſhäften, die man<-= mal ſo oft mußten wiederholt werden, na< der eben ſo koſtbaren Einrihtung von verſchiedenen Oeconotnie- Ge- bäuden die zum Theil no< für andere Zwe&>e berechnet waren= bey dem Aufwand an fremdem zugekauften Dunger oder Düngungs Materialien, welhen es Herrn


