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Briefe über die Fellenbergische Landwirthschaft zu Hofwyl / [Georg von Escher]
Entstehung
Seite
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43 gewiß. Heren Fellenberg noß nachhohlen, wenn die anz= dern einmal gehörig beſorgt ſind. Alles wünſchbare auf einmal einrichten, anordnen, erzwingen wollen, bringt Verwirrung und Sto&en in das Geſchäft. Die auf dem Gut vorhandenen Bäume find gut beſorgt

I< faſſe mein Urtheil über das Gut zu Hofwyl zu: ſammen und erkläre mich: Daß ſolches ein ſchönes, wohlbearbeitetes Gut iſt, das ſeinem Beſißer Shre bringt 3 daß das auf demſelben eingeführte Syſtem für ſeine Lage, Clima und Boden vorzügli<h paßt,' und ſolhes ſ<hom auf einen hohen Grad von Cultur gebracht ift; auch: daßalle. DeFonomiegebäude gut und zwe>mäſe- fig eingerichtet ſind.

Il.

Da ic< in der Beantwortung der erſten Frage das Sut zur Hofwyl ein fc< ö.nes Gut geheiſſen hatte, ſo faßte im dabey ſchon die 3 weyte Frage ins Auge:

Ob nämlich ſelbiges, in ſeiner gegenwärtigen Eine- richtung die Koſten trage, die Herr, Fellenberg darauf verwendet hat?

Es liegt für die Bewerbung eines Gutes. und ſeinen höhern. und mindern reinen Gewinn ſchon ein großer Unterſchied darinn, wer der Beſißer deſſelben ſey; ob ſolcher ein Mann ſey, der durHh Geburt, Stand und Erziehung zur gebildeten Welt gehbre,: ob er GeſchmaF beſiße, und Sinn für das ſ<öne habe, oder ob er ein Landmann ſey, der dur beſtändigen Aufent- halt auf dem Lande mit der Verfeinerung der Sitten un- bekannt geblieben, noH< immer die alten Bedürfniſſe, Sitten und Gewohnheiten beybehalten habe.

Der-erſte wird und muß, 1er'mag auch no< ſo ſehr dem Grundſaß- der ſtrengſten Einfachheit huldigen, den-