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Briefe über die Fellenbergische Landwirthschaft zu Hofwyl / [Georg von Escher]
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40 ich zugleih mein Feld niht weniger in Fruchtbarkeit erhalte.=

Man wird mir einwenden= bey der drey feldrigen Wirthſchaft, wo ich im erſten Jahr, Korn oder Wei- ken, im zweyten Roggen oder Hafer, im dritten Klee pflanze, erhalte ih ja den gleihen Vortheil, daß ich keine Erndte verliere. Allein die Erfahrung hat gezeigt, und die aufmerkſamern Landwirthe belehrt, daß die Pflan- zung von 2 Arten Halmfrühten in 2 auf einander fol: genden Jahren=- wie 3. B. naß Korn, Roggen oder Hafer=- der Erde einen großen Theil ihrer Fruchtbar- keit entziehe, und. ſie der Nahrungsſäfte weit mehr beraube, als wenn ich einen größern Wechſel der Pflan2 zen befolge, und 3. B. im erſten Jahr Gerſte oder Roggen, im zweyten Klee, im dritten Korn, im viers ten Wurzelgewächſe pflanze.

Dieſe leßtere Pflanzung kann niht genug empfohlen werden, beſonders wenn die Gewächſe nicht verkauft, ſondern mit dem Vieh auf dem Gut wieder aufgefüttert werden, wodur< demſelben kein Dünger entzogen wird z fte reiniget den AFer vom Unkraut, ſie erneuert den Boden. Die öftere BehaFung, ſolche geſhehe nun mit Pferde= oder HandhaFen, loFert die Erde gehdrig auf, und macht ſie zum Cinſaugen der atmoſphäriſchen Nah- xungstheile empfängli<h. VVermittelſt dieſer Pflanzung ernährt Herr Fellenberg im Winter einen großen Theil ſeines Viehes ,. und benußt die Erdapfel, Rüben u.f.f. bald zur Maſtung bald zur Fütterung der Kühe oder der Pferde, wodur<h Vermehrung des Düngers mithin Verbeſſerung des Gutes erzielet wird.

Mit Wecſelwirthſchaft hat er die Drillwirthſ<haft ver» bunden, von welcher ih Ihnen in meinem erſten Brief