58 Nur eine gründliche, richtige und unpartheyiſche Beantwortung dieſer verſchiedenen Fragen dürfte Ihrer Aufforderung entſprechen, und Ihre geäuſſerten Wünſche einigermaßen befriedigen. 7 1
Die erſte Frage, was ich von dem Gut zu Hofwyl und ſeiner ſyſtematiſchen Cinrichtung halte? beantworte iH dahin:
Daß dieſes Gut, in Bezug auf ſeine Lage viele Vortheile genießt. Das Hauptgebäude, ſo wie die Oeco- nomiegebäude liegen faſt in der Mitte deſſelben auf einex. leinen Anhöhe= die Zufuhr ift leicht.
Die AeEer und Wieſen liegen alle in einem Einfang, find durch feine anderen Befizungen unterbrohen, keis nen Zelgen- nach- Weydrechten unterworfen, und ers leichtern deßnähen jede Einrichtung, jede ndthige- Aba änderung und jeden Verſuch ungemein. Die Vertheilung eines Gutes in verſchiedene kleinere Abtheilungen, die Vermiſchung der Ae>er„und Wieſen unter anderen Bez fißungen, wie dieſes in der Nähe eines Dorfes der Fall iſt, gewähren zwar den Vortheil, daß bey einem allfälz Ligen Verkauf dieſe Güter einen größern Geldwerth haben, weil ſie andern Liebhabern auch gut gelegen ſind, ja es geſchicht. gar oft, daß zwey Ae>er von gleicher Güte des Bodens in ihrem verkäuflihen Werth um die Hälfte verſchieden ſind, weil der eine dem Dorfe näher liegt, als der andere.
Die Entfernung der Güter von einander vermindert oft die Gefahr des Beſißers'"bey einem Hagelwetter, allein dieſe kleinen zufälligen Vortheile wiegen keines= wegs den Nachtheil auf, der aus dieſer Zerſtülung füv den Landwirth entſteht.


