Den 6. Juny.
In meinen vorigen Briefen habe im Ihnen, mein Freund! das Gut des Herrn Fellenberg zu Hofwyl und ſeine dortigen Landwirthſhaftlihen Einrichtungen ſo umſtändlich beſchrieben/ als die Kürze meines dortigen Aufenthaltes uud meine damalige Faſſungskraft es ge- ſtattetem."Dieſes und jenes mag i<H vergeſſen haben z allein ic darf ziemlich' zuverläßig behaupten, wenig weſentlihes ſey unberührt geblieben."' Da und dort habe i< ſchon einige Bemerkungen meiner Beſchreibung beygefügt, und mein Urtheil zum voraus angedeutet, allein dieſe genügten niht, um den Geſihtspunkt feſt- zuſeßen, unter welhem das Ganze von mir beurtheilt werden ſollte;'no< bin iH Ihnen zu ſagen ſchuldig:
1.) Was ic< überhaupt von“ dem Gut zu Hofwyl und ſeiner ſyſtematiſhen Einrichtung halte? N
2.) Ob ic< glaube, daß Hofwyl mit ſeiner gegen- wärtigen Einrichtung die Koſten trage, die Herr Fels lenberg darauf verwendet hat?
3.) Ob ich glaube, daß das Fellenbergiſche Syſtem der Landwirthſchaft und alle ſeine dahin zwe&enden Einrichtungen in allen ihren Theilen allgemein in der Schweiz anwendbar ſeyen, oder ob daſſelbe nur einigen Eatitonen» und Gegenden vund untec gewiſſen Beſchrän- kungen zu empfehlen wäre?
4:) Welches die Gegenden ſeyn möchten, die ſich für die allgemeine! Einführung dieſes Syſtems oder für die Annahme einzelner Theile deſſelben eignen?


