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Briefe über die Fellenbergische Landwirthschaft zu Hofwyl / [Georg von Escher]
Entstehung
Seite
31
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51. dieſem, was man täglich in der praktiſchen Landwirth- ſchaft vor ſich ficht, noh die Erfahrungen, die Verſuche, die zwe>mäßigen Anſtalten des Herrn Fellenbergs kom- men, wenn man da lernt, wie das Geſinde und, der Ar- beiter immer unter gehöriger Aufſic<ht bleiben, wie ſie in beſiändiger Thätigkeit und Ordnung erhalten werden, ſo muß ein ſolher Aufenthalt in-Hofwyl und der daſelbſt genießende Unterricht, von weſentlihem Nuten für einen jungen Mann ſeyn, der ſich bilden will.

I< habe oben von dem Aktelier des Herrn Fellen? berg geſprochen, und bemerke nun hier, daß ſolches vor- läufig. ſo eingerichtet iſt, daß derjenige, der einen Curs in Hofwyl machen will, auc< in allen mechaniſchen Arz beiten den theoretiſchen, und wenn er will den praktiſchen Unterricht erhalten kann, daß ex den Vortheil genießt, bey Verfertigung der Maſchine gegenwärtig zu ſeyn, und. bey dieſer Verfertigung ſowohl, als bey der prakti- ſ<hen Anwendung, die Einrihtung und den Mechanismus ſo genau kennen zu lernen, daß die Anwendung" derſel- ben auf»ſeinen eignen Gütern ihm dann'deſio leichter wird.

Gelingt es dem Herrn Fellenberg, verſtändige und be? ſonders moraliſch) gute Subjekte aufzufinden, welche in den Lehrſäßen der Geometrie, Naturgeſchichte, Chemie, Botanik u. ſ. f. gleihe Kenntniſſe beſißen, wie er ſelbſt in dem landwirthſchaftlihen Fache ſich erworben hat, ſo dürfte ſein Inſtitut von ſolh entſ<hiedenem Nußken ſeyn, daß ein begüterter Landedelman, er ſey nun Deutſcher Ruſſe, Pole oder Franzoſe mit der Beruhigung einer zwe&>kmäßigen Bildung ſeinen Sohn demſelben anvertrauen darf, und es muß der weſentlihe Vortheil einer beſſern Kultur in mancher Gegend durc daſſelbe gewonnen werden.