50 alſo die„Bildungsanſtalt des Herrn Fellenberg weniger geeignet als aber für die deutſchen Edelleuthe. Dieſen kann eine ſolhe Anſtalt. von weſentlichhem Nukßen ſeyn, wenn ſie auf den; hohen Shulen ſih alle Kenntniſſe er- worben haben, welche den„gebildeten Mann. ausmachen z als die„Kenntniſſe in der Geſhi<hte, Geographie, Spra- hen,„Mathematik, in den ſhönen Wiſſenſchaften u. ſ. f. und.alsdann in dem Alter von 20 bis 24 Jahren, wo mam ſ<on anfängt ſolider zu denken,(früher würde i< nie rathen; einen jungen Menſchen, in ein ſolhes prak- tiſhes Inſtitut zu ſchien) no< für ein oder zwey Jahre einen Curs. in der praktiſhen Landwirthſchaft, wo: hin..dann nmo< die angewandte Mathematik, Naturge- ſchichte, Botanik, Chemie, als weſentliche Beſtandtheile gehdren, machen wollen; ſo wüßte ich niht, wie man ſiHh würdiger zu einem Landedelmann bilden könnte, und, eben ſo, wenig, wo man zwe&mäßiger dieſe Bildung erhalten würde, als in Hofwyl. z+
Der Beſißer und ſeine Gattin gebören unter die Claſſe der gebildeteſten Schweizer, ſie ſtehen in dem Ruf der ſtwengſten Moralität; ſie zeigen beyde einen Geiſt der. Ordnung, des Fleiſſes und der Thätigkeit, welcher fſiH von„ihren Kindern bis auf die unterſten Dienſibo=- ten erſire&t.
In der Shweiz überhaupt herrſ<t in der- Landwirth- ſhaft eine Thätigkeit, eine Anſirengung, wie man ſie. in den. wenigſten angrenzenden Ländern findet.„Der S<hweiz zer, dur< die Armuth-ſeines Bodens und dur<h die ſtarke Bevölkerung gezwungen, ſucht alles zwe&mäßiger anzu- greifen und. mit der Hälfte der Hufmittel zu erreichen 3 er iſt gewandter und in allen Handarbeiten-weiter vor= gerü&t als. ſeine Nachbgenz; und wenn dann zu allem


