29 daß das Gut dur< eben dieſe Methode auf eine faſt unz widerbringlihe Art ausgeſogen werde.
Wenn ih von Vernachläßigung aller praktiſ<hen Land» wirthen-Kenntniſſe bey großen Güterbeſißern rede, ſo meine i< am allerwenigſten die Güterbeſißer in der Schweiz Da giebt es keine großen Guüterbeſißer mehr, welche, wie im ſüdlihen und nördlichen Deutſchland Gü- ter von 3== 6000 Jucharten im Umfang beſißen;z ein Gut von 2--300 Jucharten iſt ſchon ein ſehr beträcht- lihes Gut, und wer in der Schweiz ein ſolhes hat, der muß ſeine meiſte Aufmerkſamkeit auf daſſelbe verwenden, weil es faſt immer den größten Theil ſeines Vermbgens ausma<ht z es iſt eigentlich Bedürfniß für den Shweizer- Güterbeſißer, zumalen bey der größern Theurung von Allem, beſonders auß von der Handarbeit, ſein unaus- geſeßtes Augenmerk auf die beßtmöglihe Benußung ſei- nes Guts zu richten. Dieſes Bedürfniß heißt ihn, alles ſelbſt kennen zu lernen, und alles was als nüßlich erprobt gefunden worden iſt, naßzuahmen. Wir finden daher nur ſelten Pachtungen in der Shweiz, und wo ſol<he ſtatt haben, ſind ſie meiſtens mit eben ſo viel RuFſicht auf den beßtmöglichen Unterhalt oder auf die Verbeſſerung des Guts, als auf den einſiweiligen hohen Geld= nußen eingerihtet. Man wird daher nur ſelten in der Schweiz ſo vernachläßigte Güter finden, wie in Deutſch- land, und die größern Güter, wel<e Städter oder'Guts- herren beſizen, ſind meiſtens entweder wohlbeſorgt, und zweEmäßig cultivirt, oder ſie werden an reiche Bauern verkauft, welches leßtre aber, bey unſrer heutigen Le- bensart und bey unſrer politiſchen Verfaſſung je länger je ſchädlicher für das Ganze wird.
Für die großen Landwirthe in der Shweiz halte ich


