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Briefe über die Fellenbergische Landwirthschaft zu Hofwyl / [Georg von Escher]
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eignen ſich feineswegs für den gebildeten Mann, ſie ge- höre dem Bauer an der hinter dem Pflug gehe, haben bisanhin das gründlihe Studium der praktiſchen Land- wirthſchaft ganz verdrängt. Die großen Güterbeſizer glaub- ten genug gethan zu haben, wenn ſie ihre Söhne auf den Univerſitäten den theoretiſchen Theil der Oekonomie etwas von der Forſtwiſſenſhaft, und äuſſerſt ſelten ein wenig Botanik erlernen ließen; fie glaubten, es genüge, wenn der Herr des Gutes einen richtigen Ueberbli> über das Ganze inſoweit ſich erwerbe, daß er verſtehe, welches die ergiebigſte Art der Verpachtung ſey, und wie er aus ſeinen Forſten den höhſt nüßlihen Gewinn ziehen könne.

Die genauere Kenntniß der vortheilhafteſten AFerbe- ſiellung, des vorzügli<hſten Wieſenbaues, der Viehzucht oder Viehmaſtung u. ſ. f. hielten ſie darum für überflüſ- ſig, weil ſie ſi< dieſe als die Sache des Pächters dach- ten, der ſchon wiſſen werde, alles ſo einzurichten, daß der mögli<hſt größte Nußen aus dem Gut gezogen werde. Nur ſehr wenige trugen ſiH mit der men- ſchenfreundlihen Jdee, daß der reihe Güterbeſißer vor- zügliHh dazu geeignet ſey, und gleihſam die Pflicht habe, dur<h Verſuße aller Art und dur<h Beyſpiele dem är- mern Landwirth die Erzielung eines grbßern Gewinns zu erleihtern, und dem Land dadurch eine höhere Kultur zu verſchaffen.

Die wenigſten begriffen, daß meiſtens der große Nu- ßen, den der Pächter aus dem Gut zog, welchen ſie als einen Beweis ſeiner guten Wirthfhaft und der vor- trefflihen Bebauung des Guts anſahen, gerade der Nuin dieſes ihres Guts ſey, indem der Pächter diejenigen Me- thoden anwandte, welche ihm den einſtweiligen höhſten Gewinn verſchaften, ohne darauf RüFſicht zu nehmen,