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Briefe über die Fellenbergische Landwirthschaft zu Hofwyl / [Georg von Escher]
Entstehung
Seite
27
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Den 6. Juny«.

TIB enn ich Ihnen mein Freund! in meinen beyden erſten Briefen die praktiſhe Landwirthſchaft von Hofwyl ſowohl in der Felder: und Wieſenbeſtellung als aber in der An- wendung der verſchiedenen neuen ACergeräthſchafteu, ſo gut als es mir möglißh war, beſchrieben habe, ſo werde ich hingegen in dieſem Briefe naß einiges über den theoretiſ<hen Theil oder über das Projekt des Herrn Fellenberg ſagen, demzufolge er in Hofwyl' eine Unter2 rihtsanſtalt zu zweFmäßiger Bildung ſolher Jünglinge zu errichten gedenkt, welche entweder durch ihre Geburt als Söhne großer Güuterbeſißer zur Landwirthſchaft be- ſtimmt ſind, oder welche aus Neigung ſich dieſem ernſten würdigſten Beruf des Menſchen wiedmen.

IH kann nicht umhin, dieſer Jdee des Herrn'Fellen- berg meinen völigen Beyfall zu zollen. Schon allzulange iſt dieſe nothwendigſte aller menſchlichen Wiſſenſhaften gleichſam dem Zufall, oder wenn Sie lieber wollen einem gewiſſen Sclendrian, überlaſſen worden.

Die Schwierigkeit, gründlihe Kenntniſſe der allge- meinen Landwirthſchaft bey ihrem großen unermeßlichen Umfang, welchen die Verſchiedenheit des Klimas, der Lage, des Bodens, der eingeführten Kultur, der Sit- ten, Gewohnheiten mit ſich führt, zu erlangen 3; die Be- ſheidenheit des Gewinns in Vergleihung mit jenem, den Kaufmannſchaft: und Manufakturen gewähren, am mei- ſien aber das Vorurtheil/ die praktiſche Landwirthſc<hſchaft

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