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Briefe über die Fellenbergische Landwirthschaft zu Hofwyl / [Georg von Escher]
Entstehung
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20 Die gelbe Rube entzieht dem Boden weit weniger die Nahrungsſäfte, welche die Halmfrüchte fordern. Die 'Erfahrung zeiget, daß nac<h dem Anbau von gelben- bender ſchönſte Waizen oder Korn gepflanzt wird, was bey den Kartoffeln ſelten der Fall iſt. Auch fällt bey den gelben Rüben die Mühe des Kochens weg; ihre| Pflanzung fordert indeſſen viele Wartung und ſorgfältige| Reinhaltung vom Unkraut, ſie iſt deßnahen koſtbarer als diejenige der Kartoffeln.

Die Miſtſrätten ſind zweEmäßig und ſo eingerichtet, daß ihre bftere, durch Pumpen bewerkſtelligte Begießung die gänzliche Gährung des Strohdüngers hindert, wel- <hes zwar von der im größten Theil des Cantons Bern eingeführten Methode, nach welcher der'Strohdünger auf der Miſtſtätte ganz in Fäulung übergeht, ver? ſchieden iſt. Indeſſen gebe ich, von jeher der erſtern Methode beſonders in Gegenden, wo ſchwerer Boden iſi weit mehr Vorzug.

Der ganz in Fäulung übergegangene Dünger mag nur auf ganz leichtem Boden, oder auf den Wieſen ioU- gen. Im Kornboden zumal in ſchweren Aed>ern taugt er weit weniger, er bewirkt das nicht was der nur halb- gegohrne bewirkt; bey welchem das Stroh nod nicht ver- fault, ſondern no< lange iſt, daß nämlich der Boden lo&er gemacht werde, und weit mehr Empfänglichkeit erhält, die befruchtenden Theile aus der Atmosphäre an ſich zu ziehen. Es freute mich hierüber ganz mit Hexru Fellenberg einverſtanden zu ſeyn.

Es gab große engliſche Landwirthe welche behaupte-| ten, daß der Dünger keinen andern Vortheil gewähre, als daß er die Erde durch Lo>erheit empfänglicher mache, die Nahrungstheile aus der Atmosphäre einzuſaugen«