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Die Kartoffeln, wenn ſie nicht roh fondern gekocht vem Vieh. gereicht werden, ſind für Hornvieh und auch für Pferde eine geſunde Nahrung, und der Dünger von dieſer Fütterung iſt noch beſſer, als derjenige von dem mittelmäßig guten Heu, oder gar von Stroh. Für das Kochen. in ſo großen Portionen, als ein ſolcher Vieh- ſtand erfordert, hat Herr Fellenberg die zwe>mäßige Einrichtung getroffen, daß ſolche durc<. Dampf gekocht werden.
Ueber einen großen küpfernen Keſſel wird eine holz zerne Kuffe geſtellt, die unten breiter als oben ſtatt dem hölzernen Boden ein eiſernes Gitter hat, durc< welches der Dampf von dem im Keſſel ko<enden Waſſer heraufe- zieht; an der Seite iſt ein Thürlein angebracht, wo man die Erdapfel, wenn ſie gar gekocht ſind, herausnimmt, oben beym De&el werden ſie hineingeſchüttet, und der DeFel ſowohl als unten der Rand der Kuffe auf welchem ſie aufſieht, wird mit ein wenig Leim verſtrichen, damit der Dampf nicht zu den Oeffnungen herausfomme,.
Die Kuffe wird, nach Maaßgabe des Bedürfniſſes größer oder fleiner ſeyn, und kann über einem gewöhn: lichen Sechtkeſſen angebracht werden.
Der Hauptvortheil bey dieſem Dampfkochen, iſt nebſt Erſparung von Holz die Gewißheit, daß die Erdapfel nie anbrennen und dadurch dem Vieh unſchma&haft wer- den können:
Der Futterung des Viehes und der Pferde mit gelben Rüben würde ich noh weit den Vorzug vor der- jenigen mit Erdapfeln geben, und zwar aus dem ge? doppelten Grund, erſtens weil ſie nahrhafter und geſun- der ſind; zweytens, weil ihre Pflanzung dem Yoden ungleich minder nachtheilig iſt, als die der Kartoffeln.


