28 then allgemah idem Grundſaß gehuldigt, daß die Beat? beitung der Felder dur Ochſen den Vorzug vor der Hal- tung der Pferde in„mehrern Rüfichten verdiene. Herr Fellenberg beſchäftigt ſich nun mit dem Gegenſtand der Veredlung: der Race des Hornviehs, ſie iſt der höchſten Aufmerkſamkeit aller wohldenkenden Oekonomen eines Landes werth, dem die Ausfuhr des Viehes ein ſo widh= tiger Artikel iſt. Nur durch eine unausgeſeßte Sorgfalt und durd) die Erregung des edelſten Wetteifers haben die Engelländer. es dahin gebracht, daß ihr Vieh an Pro- portion der Formen, alſo an Schönheit, an Größe und an der Empfänglichfeit für die Mäſtung(auh dieſe ver- dient Aufmerkſamkeit weil die eine Race von Vieh bäl- der ſatt wird als die andere, die eine die Maſtung mehr an das Fleiſch, die andere an das Unſchlitt legt) den Vor- zug vor allem andern Vieh im allgemeinen verdient. Wenn aber Hr. Fellenberg ſein Augenmerk vorzüglich auf Viehzucht werfen will, dann muß er die Mäſtung fahren laſſen; nur wenn man ſich ausſchließend der Zucht, oder der Maſtung, oder der Melkerey wiedmet, kann mcu zu'einem vorzüglichen Nuten in dieſem Theil der Land- wirthſchaft gelangen. Ueberhaupt weiß ich nichts, was einem ächten Landwirth mehr Freude machen ſollte, als ſchönes Zucht- Maſt- oder Melk-Vieh in ſeinen Ställen zu haben. Die Einrichtung der Ställe in Hofwyl glei- <hef mit wenigen Abänderungen derjenigen in dem übrigen Theil des Cantons.
In der Fütterung des Hornviehes und der Pferde weicht Hr. Fellenberg darin von der gewöhnlichen Me- thode ab, daß er im Winter ſelbige vorzüglich mit Kar- toffeln und mit gelben oder weiſſen Rüben füttert, und allerdings verdient dieſe Methode vorzügliche Aufmerkz- ſamkeit.


