17 Land zu düngen, und das was die Natur mir in dem Waſſer umſonſt giebt, durc< eine künſtliche Zubereitung zu erſeßen, die auf andern Gütern angewandt mir gro- ßen Nutzen bringen würde; au die Koſten des Saamens müßen in Anſc<lag gebracht werden; und wenn Herr Fellenberg mir einwenden würde, man könnte ja dann die künſtlich gepflanzten, gleichzeitig reifenden Gragar- ten auch wieder bewäſſern, ſo dürfte er ſich hierin wohl irren; denn die Bewäſſerung iſt nur gewiſſen Pflanzen günſtig, und das Waſſer erzeugt die einen, indem es die andern vertreibt, je nac Maaßgab ſeiner Verſchie- denheit. Ein natürlicher Uebergang führt mich von den Wieſen“ zu dem Viehſtand des Herrn Fellenberg. Sein Vieh iſt wohl genährt, und reinlich unterhaltenz er hat tüchtige Pferde, ſc<)dne Maſt- und Zugochſen, ſchöne Kühe.
Auch. hier erneuerte ſih mein Wunſ<, daß in dem Canton Bern die Feldarbeiten nod) weit mehr mit Och- ſen möchten betrieben werden, als mit Pferden. Es iſt unglaublich, wie vielmehr das Land dabey gewinnt. Der O<hs wächst während der Arbeit bis ins achte Jahr, wird dann fett gemacht und verkauft. Stößt ihm ein Unfall zu, ſo kann meiſtens no< das Fleiſch, und die Haut immer gebraucht werden. Hingegen verliert das Pferd ſchon vom fünften Jahr an jährli< von ſeinem Werth, es endet mit völligem Unwerth, und jeder Un- fall zieht den ganzen Verlurſt ſeines Preiſes nach ſich. Rur in der Nähe der Alpen, wo die Pferdezucht Vortheile dadurch gewährt, daß man die jungen Pferde einen großen ZShail des Jahrs auf der Weide unbeſorgt laſſen kann, könnte ic<h der Haltung- von Pferden das Wort reden.
Selbſt in Engelland, wo doh ſo viel Vorliebe für Pferde herrſcht, wird yon den einſichtsvollern Landwir- 2


