15
die Leitung, auf die Oberflähe der Erde,„oder der Wieſe und bewäſſert. dieſe alſo von unten herauf, das heißt; es feuchtet die-Wurzeln an. Sie werden dieſes* gewiß mit mir ſinnreich finden, allein großen weſentli= <hen Nußen kann ich dieſer Erfindung nie zuſchreiben.
Das aus den Leitungen ſiH hervordrängende Waſſer kann höchſtens einen Raum von 6. bis 8. Fuß auf jeder Seite befeuchten, es vermag niht, ſich. in die Breite ſo auszudehnen daß es die Zwiſheunräume von 100. bis 200. Fuß welche zwiſhen den- Leitungen lie- gen bewäſſernz eher dringt es. wieder in die„Tiefe, daz dur entſteht eine Ungleichheit der Bewäſſerung, oder Befeuchtung, und i< fürchte ſehr, daß wenn Herr Fel: lenberg öfters von dem. Anſchwellen des Waſſers Ge- brauch macht, ſeine Leitungen gewaltig darunter leiden, indem. ſie entweder dur< die Anſchwellung zerreiſſen, oder-.doH durch die eindringende. Erde. naß und nah ſodann gefällt nnd verſte>t werden, daß in kurzen die Oeffnung derſelben nöthig ſeyn wird, was allemal viele Koſten und Arbeit verurſacht.
Die Torfwieſen hat Herr Fellenberg für-ſeinen Be- darf zwe>mäßig behandelt, einen Theil daran hat er mit ſchwerer Erde hoh überführen laſſen, dadur< tro- Fen gelegt und zur Erzeugung. guter GraSarten fähig gemacht. Sie kennen dieſe Art der Behandlung. Bey einem andern Theil: hat er den Torf einen Stich tief ausgraben, die obere Erde, die keinen Torf hat, über= werfen und ausebnen laſſen, das Stü& Land ein wenig abhängig, alſo zur Bewäſſerung tauglih gema<ht, hat Graben rund herum gezogen, und auf dieſe Art zwar mit vielen Koſten ſih eine Wäſſerwieſe angelegt. IH ſagte mit Bedacht Herr Fellenberg habe dieſe Wieſen


