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Briefe über die Fellenbergische Landwirthschaft zu Hofwyl / [Georg von Escher]
Entstehung
Seite
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Den 26. Mäy.

Js nehme, mein Freund! den Faden da wieder auf, wo ich ihn lesthin gelaſſen hatte, undz unterhalte Sie mit dem Wieſenbau zu Hofwyl. Die Wieſen des Herrn Fellenbergs theilen ſich in 2. Arten in gewöhnliche Wäſſerwieſen, und in gewöhnliche Moor- oder Torf- wieſen.

Die erſtern ſind da angebracht, wo ſie ihrer Natur nach hingehdren, in den Niederungen, unten an den Feldern, und werden zum Theil von einem Bach, zum Theil von dem Waſſer bewäſſert, welches Herr Fellen- berg durch Akten oder Dollen aus ſeinen AeFern abge- leitet hat. Mehrere dieſer Leitungen gehen unter'den Wieſen durc<, und Herr Fellenberg hat ſolche dahin benußen wollen, die-Wieſen von unten herauf zu be- wäſſern: ih muß Ihnen dieſes neue Experiment näher erklären. Denken Sie ſi< eine große Wieſe, wenn Sie wollen, von 20. oder 60. Morgen, dur welche in einem Abſtand von 1005 bis 260. Fuß unterirdiſche Waſſerleitungen gehen. Am Ende der Wieſe, befindet ſi, der ganzen Breite nach ein tiefer Graben, in welchen das Waſſer dieſer Leitungen fließt, wenige Schritte von dem Graben wird das Waſſer der Leitung durch einen hölzernen Kennel geführt, in welchem ſich ein vierekigtes Loch von circa einem halben Schuh im Durchſchnitt befindet, in dieſes Loch wird ein paſſender Pflo> hineingeſte>t, ſobald ich verhindern will, daß das Waſſer der Leitung nicht mehr in den Graben aus- laufe 3 dadurc< ſ<wellt fich das Waſſer, es dringt durch