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Briefe über die Fellenbergische Landwirthschaft zu Hofwyl / [Georg von Escher]
Entstehung
Seite
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9 men der Pflanze, dieſe Säemaſchine hat vorne ein Rad und ſiehet einem Stoßkarren ähnlih, an welchem eine Capſel befeſtigt iſt, worinn der Saamen gethan wird, den man ſäen will; dur< die Bewegung des NRa- des wird dieſe Capſel ſo herumgedrehet, daß der darinn befindlihe Saamen, durh die Oeffnung regelmäſſig her- ausfällt; eine fleine hinten her angebrachte Walze drüt den Saamen in den Boden, die Pflanzen kommen nun dur< dieſe Art zuſäen in geraden Reihen zum Vox- ſchein, welche leere Zwiſchenräume von 1 bis 2 Shuhß nah dem Willen des Pflanzers haben, ſobald die Pflan- zen ein paar Zolle aus der Erde hervorſtehen, werden die leeren Zwiſhenräume mit der kleinen Pferde= Ha>e befahren, von welcher die 6. Füße weggethan und durch ein einzelnes Eiſen erſeßt werden, das den breiten Meſ- ſern gleihet, womit man gewöhnlich die Gartenwege ſäubert 3 dieſes ohngefähr einen, oder anderthalb Shuh lange und% Zoll breite Eiſen, geht 3; Zoll tief in den Boden nnd ſchneidet alle Wurzeln des in den Zwiſchen- räumen befindlihen Unkrautes ab, oder lo&ert dieſes auf, eine kleine hinten an dem Meſſer angebrachte eiſerne Egge, die vornen ſpißig zuläuft, und hinten eben ſo breit als das: Meſſer iſt, verebnet den Boden und bringt das Unkraut oben auf, damit es verdorre.

Nach einiger Zeit, wenn die Pflanzen ſtärker heran- gewachſen ſind, ſo daß ſie das Zuhäuflen ertragen- gen, was allen Pflanzen darum gut thut, weil ſie dann Seiten- oder Kronwurzeln treiben, wel<e ihnen mehrere Nahrung zubringen, wird anſtatt dem Eiſen und. der Egge ein einzelner, aber. breiter Pferd- Ha- Fen Fuß eingeſesßt, der in- den leeren Zwiſhenräumen eine Fur<e ziehet- und dur< ſeine Form den beyden Reihen Pflanzen re<hts und links die Erde zuwirft.