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Briefe über die Fellenbergische Landwirthschaft zu Hofwyl / [Georg von Escher]
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guten Boden aus welchem der größte Theil des Gutes Hofwyl beſteht, keinem andern Grund, als einer ſtar- ken Düngung der neuen Oberfläche zuſchreiben, und werde überhaupt demjenigen Tief- Pflügen, das Herr Fellenberg annimmt, nie das Wort reden können, es wäre dann, daß eine eigene zehenjährige Erfahrung mich eines andern belehren würde.

Daß mäßiges tiefer Pflügen, als bisSanhin gewöhn: lih geſchah, in dem eint und andern Boden, niht von Nußen ſeyn könne, wäre unvernünftig zu behaupten, allein dieſes muß ſucceſſive und mit Ueberlegung 9e- ſchehen, wenn man niht gegen die erſten Grundgeſeße der Befruchtung dur< die Atmosphäre anſtoßen will.= 9m ſicherſten wird wohl derjenige gehen, der den Bo- den nur alle 2. oder 3. Jahre tief'neu pflüget und ſo wendet, daß eine untere Lage von Erde herauf, die vbere hinunter komme, auſſerdem aber nur ſehr flac<ß pflüget, um Stoppel und Unkraut zu vertilgen. Das Tiefer- Pflügen iſt zuweilen nothwendig, um eine friſche Erde heraufzuhohlen, die empfänglicher oder fruchtba- xer ſey, wenn ſie eine Zeit lang wieder an der Luft gelegen, als die oben gelegene; allein es muß nicht zu oft und nicht zu tief geſhehen.

Der loſe Boden der ſtark in der Tiefe gelo>ert wird, verliert ſeine Feuchtigkeit. Dur< häufiges Tief Pflügen wird viel Unkrautſaamen an die Luft gebracht, der dann, wenn man friſch zur Saat pflüget, im Ge- traide ſchwer zu zerſidren iſt. Das auf immer gleiche tiefe Pflügen taugt überhaupt darum nicht, weil die untere Lage der immer gleichen Pflug- Furche dur< den Tritt des Zugviehes und durch den Dru&. des Pfluges ſich zu ner feſten Borke bildet, wo dann bey naſſer

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