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Briefe über die Fellenbergische Landwirthschaft zu Hofwyl / [Georg von Escher]
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; + Hatte; allein daß dieſes mit vielem Aufwand geſchehen mußte, deſſen Koſten nicht allemal wieder erſeßt wer- den, entgieng mir eben ſo wenig.

IH warf nun meine ganze Aufmerkſamkeit auf die Felder und fand ſelbige vom Unkraut ganz rein?> Die Saat war kräftig und gleich.= Dieſe beyden Um- ſtände gewährten mir Befriedigung, denn wo bey dem Kornbau, das Unkraut ausgerottet iſt und die Shma- xoßer- Pflanzen, welche der Saat einen Theil der Nah- rung rauben, entfernt ſind, ſo iſt ſcon eine der weſent- lihſten Forderungen des Landwirthes erfüllt.= Die Kraft und Gleichheit der Saat zeuget von guter Be- bauungs- Methode, und ſorgfältiger AusSſaat.

Herr Fellenberg hat auf ſeinem Gut die vierfeldrige Wecſelwirthſhaft eingeführt, wel<e ohne anders die Billigung aller denkenden und erfahrnen Landwirthe verdient, weil ſie theils die Brache abſchaft und daz mit. eine Erndte mehr gewonnen wird, theils jenem richtigen Grundſaß entſpricht, daß öftere Abwehslung der Pflanzungen für die Cultur erſprießli< ſey, indem nicht alle Pflanzen die gleihen Nahrungs= Theile fodern, und durch die zu nahe Folge gleihartiger Pflanzen der Boden erſchöpft wird.= Wurzelgewähſe müßen-mit Halm- Pflanzen fleiſſig abwechſeln, wenn man nicht ſchlehte Erndten der zweyten Halm- Früchte gewärti- gen'will.= unſere dreyfeldrige Wirthſ<aft hat einen beſtimmten Nachtheil, weil ſie zwey Jahre hinter einanz der Halm- Früchte trägt, als nah dem Korn oder Waizen, Roggen oder Hafer.

Sie wiſſen übrigens mein Freund, daß dieſe Weh- ſel- Wirthſchaft auh ſchon da und dort in unſerm Can- ton und in andern Gegenden der Shweiz und Deutſch-