95 ſchieht; nämlich von denſelben Behörden den, Bericht zu fordern, die die Veranlaſſung zur Klage ſind;- und da läßt ſich keine Aenderung erwarten, und der treff- lichſte.„Wille immer gerecht zu ſeyn, bleibt ohne Folgen,*).
zweitens: Daß da, wo.die Verwaltung Alles iſt, die Verwaltungs- Maxime, welche von dem jedes- maligen zufälligen Chef abhängt, ſich in der Re- gel ſo oft ändert, als dieſer verändert wird, und das Land dadurch auf das empfindlichſte leidet.
drittens: Daß da,' wo es viele Beamten giebt, dieſe dem Lande unendlich viel koſten.
viertens: Daß zu viel regiert wird, und ſich die Regierung um manches bekümmert, was ſie nichts angeht**).
*) Es giebt eine re<ht nachtheilige Tendenz mancher obern Be- hörde, welche" dahin gehet, daß/ je größer die Fehlgriffe ſind, welche«die ihnen untergebenen Behörden maden,! je eher. ſu- hen ſie ſelbige zu entſchuldigen, und ſagen dabei;, die Ehre der Verwaltung muß nicht compromittirt werden, Solche Dinge ſind'es„die die Völker aufbringen. Jeder vernünftige Mann begreift, daß auch in der Verwaltung Fehler vorfal- len Fönnen; daß dieſe aber nicht geändert werden, das ems pört,
a4x) Mit vieler Mühe und mit großen Opfern hat. der Staat die Sperre im Innern des Landes aufgehoben; die Handeln- den und die Reiſenden haben es jest bequem, denn ſie wer- den niht mehr an jedem Thore einer Stadt gefragt,. wer und was ſie ſind, auc< nicht dur<ſucht, was ſie bei ſich ha- ben. Daß dies unangenehm war, erfuhren die Staatsbeams- ten perſönlich, wenn ſie reiſeten, und das ſpricht lebendiger an, als wenn es blos erzählt wird. Die Beläſtigung an den Thoren iſt daher abgeſchafft, eine viel unangenehmere Beläſtigung in den Häuſern dagegen-eingeführt,


