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Es iſt-cine recht große Krankheit ſo mancher Staa- ten, viel regieren zu wollen. Die Abſicht, welche da- bei zum Grunde liegt, iſt gut, die Folgen entſprechen aber keinesweges-dieſer Abſicht.
Ie mehr regiert wird, ze mehr Beamten ſind ndz thig; damit. dieſe jedoch keinen Mißbrauch ihrer Ge- walt machen, ſet man andere an, die dieſe controlliz ren, dadurch verſchlimmert ſich die Sache, denn nun ſind ſchon zwei-Behörden zu controlliren, dies fordert die dritte, ſo gehts immer fort, bis die letzte ſo hoch ſteht, daß ſie mit eigenen Augen„nichts mehr ſicht, Fondern alles durch Fernröhre betrachten muß, die dem Seher immer nur erlauben„. Einen Punct ins Auge zu faſſen,„während ihm alle anderen verborgen bleiben, und er daher die Ueberſichtverlieft,
Ohnſtreitig„iſt eine einfache Verwaltung immer und in jeder Hinſicht die beſte; allein ich glaube, daß keine Verwaltung ganz ſchlecht ſeyn kann, wenn ſie Männern anvertraut wird, welche das Leben und die wirklichen Verhältniſſe kennen. Dagegen taugt keine Verwaltung. die von Männern geführt wird, welche vortreffliche Griechen und Römer ſind, welche alles kennen, was in der ganzen Welt vorgeht, nur das nicht, was ſie vor allem kennen ſollten==. das wirk- liche Leben.
Letter Fall tritt auch bei uns ſehr häufig ein; zwar ſind noch die unterſten Verwaltungsbehörden(Land- rath, Magiſtrat) grbßtentheils mit practiſchen Män- nern beſckt, allein in den höhern Verwaältungsbehör-


