Os den finden wir mit wenigen Augsnahmen zwär gelehrt ausgebildete Männer; aber das Land und die Verhält- niſſe, und die ſo mannichfaltigen. Verzweigungen"der Geſellſchaft kennen ſie nicht; und da ſie dennoch über ſelbige urtheilen müſſen, ſo ſuchen ſie es ſich leichter zu machen, und erfinden einen allgemeinen Leiſten, in den ſie nicht blos alle Füße, ſondern mitunter auch Kopf und Kragen hineinpreſſen wollen.
Darüber werden danm die Regierten böſe, die ſich zuweilen einbilden, die Verwaltungsbehörden müße ten ſich nach ihnen und ihrem Interoſſe richten, wah rend die andern das Gegentheil annehmen ,- und Fo ent- ſteht nur ein Zwieſpalt, der das Uebel ärger macht.
nzwiſchen würde man den Beamten Unrecht thun, wenn man ihnen allein dieſen Mangel an der Berufs- Ausbildung zur Laſt legen wollte, welchen man ſo häu- fig wahrnimmt; nein, die Haupturſache liegt darin, daß man von ihnen Kenntniſſe verlangt, die ſie nicht brauchen, und„daß ſie darüber die Zeit verlieren, das zu. erlernen/ was ſie niemals entbehren können=- practiſch zu ſeyn==. Ich möchte wahrlich wohl wiſ- ſen, auf welche Weiſe unſere Geſchäftsmänner das Le- ben und die Anwendung ihrer Kenntniſſe auf das Leben im Staate erlernen ſollten.- Vor dem großen Examen geht es nicht; da haben ſie genug zu thun, um ſo viele gelehrte Kenntniſſe aufzuſammeln, daß ſie im Examen beſtehen 3 und ſind ſie durch das Eramen hindurch, dann ſind ſie Räthe, dann entſcheiden ſie mit den an-
- dern friſch vorwärts, und Haben oft ſo viel zu.thun,


