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Ueber die Verwaltung des Staatskanzlers Fürsten von Hardenberg : Fortsetzung der Schrift: Ein Punkt auf's I / von E. von Bülow auf Cummerow
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E"- WEINE SEES

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<es 4000 Thlr. Pacht giebt, ſtehen in. einer. und der- ſelben Klaſſe. Eine arme Wittwo, die 9 Morgen A>er da in Pacht hat, wo 9 M. Morgen kaum ſo viel bringen, wie bey Magdeburg ein oder zwey Morgen, giebt eben ſo viel, als der reiche Bauer an den Ufern eines: geſeg- neten Stroms, der 50 M. Morgen beſitzt. Von dieſen und ähnlichen Vorwürfen muß ſich das Geſeß noch frei machen, ſo wie davon, daß der Handwerker und Ta- gelöhner in den aymen Provinzen eben ſo viel zahlt, ' wie ſein Gewerbsgenoß in einer Gegend; wo Tagelohn und Handwerkslohn weit höher iſt. Bey der Conſum= tionsſteuer gleicht ſich das noch gewiſſermaßen aus, der Arme beſchränkt ſeine Conſumtion, und hungert es ſich ab, jedoch bey der Klaſſenſteuer kann er dies nicht thun, und dadurch wird ſie drüFend, wenn die Vertheilung nicht mit BerüFſichtigung der Gegend geſchieht. * Während die innern Conſumtionsſteuern von den erſten Lebensbedürfniſſen dieſe Veränderungen erlitten, war inzwiſchen ſchon im Juli 1312 der Gold- und Sil- berſtempel aufgehoben, und im März 18x14 die Luxus- ſteuer, beide, weil ſie wenig einbrachten. *) Die Verordnungen vom Juni t816 und vom Mai 18x18 verwandelten nun förmlich das ganze Ab- gaben- Syſtem..

*) Den xx1ten Juni 1816. wurden in den alten Provinzen der Monarchie ſämmtliche Waſſer-, Binnen- und Provinzial«Zölle aufgehoben; um den innern Verkehr zu erleichtern 3. dagegen die Eingangs- Zölle der Flüſſe nac<ß dem Oder Tarif erhöht,

Den 26ſten Mai 1818 erſchien das Geſes über den Zoll und die Verbrauchſteuer von ausländiſchen Waaren, und über