Druckschrift 
Ueber die Verwaltung des Staatskanzlers Fürsten von Hardenberg : Fortsetzung der Schrift: Ein Punkt auf's I / von E. von Bülow auf Cummerow
Entstehung
Seite
12
Einzelbild herunterladen

EZ;

Sie höben alle Waſſer-/ Binnen- und Provineial='

Zölle auf und ziehen um den Staat, auf deſſen vielſei: ger Grenze, eine Zolllinie, an welcher diejenigen Ge- fälle entrichtet werden müſſen, die ein ganz veränder- ter Tarif näher beſtimmt.?

Es ſcheint hier ndthig zu ſeyn, etwas über den Ein- fluß und über die Nachtheile dieſer Geſetze zu reden. Der Verfaſſer des Buchs? die Verwaltung des Staatskanzlers, lobt ganz ungemein die ſtü&weiſe Ein- führung des neuen Abgabe- Syſtems. Mir ſcheint hier- in kein Vorzug. zu liegen; denn offenbar hat ſelbiges mehrere Nachtheile gebracht." Dig Staatskaſſen muß- ten ohnfehlbar während einer allmähligen Ausführung große Ausfälle haben, woraus ſich wahrſcheinlich auch

den Verkehr zwiſchen den Provinzen, nebſt einer Zoll- und. Verbrauchsordnung, und einer Verordnung über die tranſito- "riſchen Beſtimmungen in Abſicht des innern Verkehrs und der RNachſteuer von ausländiſchen Waaren.

In dieſem Geſeß wird um den Staat eine Zolllinie gozo- gen, und die Beſchränkungen des freien Verkehrs zwiſ<hen den Provinzen aufgehoben,

Ulle fremden Erzeugniſſe der Natur und Kunſt können ein« und durchgeführt, und alle inländiſche Erzeugniſſe jeder Art ausgeführt werden, 4|

Nur unter beſondern Umſtänden gilt eine Ausnahme hiev- von, wie beim Salz und den Spielkarten, Im Allgemeinen iſt auf die Einfuhr.und den Verbrauch fremder Waaren eine Abgabe gelegt, dagegen die Ausfuhr frei.

Ferner unterliegen in der Regel die Einfuhr fremder Waa- zen einem Zoll von x Th'r, pro Gentner, und die Verbrauchs: ſteuer derſelben einer nach Procenten zu leiſtenden Abgabe, die jedoch nie 10 Procent des Werths überſteigen ſoll, Das- here, und in welchen Fällen die Ausfuhre mit Abgaben belegt iſt, weiſet der Tarif nach,

=