; 5 beiten, und demnächſt, wenn ſie feſtgeſeßt waren, ausführen ſollten. Aber mit wenig Ausnahme hatte jeder von ihnen, auf den die Wahl des Kanzlers fick, eine andere Meinung als der Kanzler, denn jeder wollte auf ſeine. Weife den Staat regieren und beglücken, und nur in einem einzigen Punkte kamen beinahe alle, je- doch aus ganz verſchiedenen Rüſichten, überein, daß man den Einfluß des Adels, als ſolchen, ws möglich vernichten müſſe.
In dem Vorhergehenden liegt nun ganz ohnſtreitig der Schlüſſel, warum der Kanzler in der Verwaltung der Finanzen und der inneren Verhältniſſe nicht die Linie behalten hat, auf der er fortgehen wollte, ſon- dern auf eine ganz andere gekommen iſt, die er ſicher wiedey in demſelben Augenbli verlaſſen wird, wenn er gewahr wird; daß es nicht die ſeinige iſt.== Unter vielen Eigenſchaften des Kanzlers leuchtet die beſonders. hervor, daß er keine Maaßregel eigenſinnig zu bewah= ven ſucht, wenn ſie den Erwartungen nicht entſpricht. Nur Leute von geringem Talent glauben, es liege etz was Großes darin, in dem, was einmal ausgeſprochen ſey, nichts weiter zu andern. Am beſten wäre es frei-
lich, wenn die Einrichtungen gleich volikommen ſeyn
könnten; da ſich aber in der Welt erſt alles nach und nach entwickelt, ſo iſt ſo etwas nicht zu erwarten, und auf jeden Fall iſt es ſchr viel größer/ Fehler zu ver? beſſern, als halsſtarrig auf einer ſchlechten Baſis ſtehen zu bleiben, Dies iſt meine Anſicht, und ich zlaube, daß Fehr viele meinex Leſer derſelben Meinung ſehn wer»


