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Ueber die Verwaltung des Staatskanzlers Fürsten von Hardenberg : Fortsetzung der Schrift: Ein Punkt auf's I / von E. von Bülow auf Cummerow
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den. Doch ich kehre zur Verwaltung des. Kanzlers zurü&, welche Einrichtungen ſie geboren hat, welchen Einfluß dieſe geäußert haben, und was ich an ſelbigen zu loben öder auszuſeken finde.

Der Kanzler übernahm unter den vorhin geſchilder- ten Verhältniſſen die Geſchäfte. Seine erſte Sorge war, Frankreichs Geldanſprüche zu befriedigen. Durch eine Anleihe in Holland wandte er die augenbliFliche Noth ab; allein um nachhaltig den verſchiedenen Geld= Anforderungen begegnen zu können, die an.den Staat gemacht wurden, mußte der Kanzler die Steuern verz mehren, und da der größte Theil der bisherigen Steuern auf den Stadtbewohnern lag, ſo hielt er es für gerecht und nothwendig, die neuen Steuern dem Landmanne aufzulegen. Damit dieſcr aber wieder abgabefähig-er- halten werde, ſo beſchloß der Kanzler, den, A&erbau, als die erſte Quelle des National- Reichthums, zu heben, und glaubte, dies am ſicherſten dadurch zu erreichen, wenn er diejenigen Feſſeln löſ'te, unter deren Dru der AFerbau erlag.

Den 27 ſten October 1810 war der Tag, an wel- <em die erſten Geſeße aus der Verwaltung des Kanz- lers erſchienen 3; ſie gaben gleichſam das Signal zu einer Reihe von Verordnungen, durch welche bey uns ſämmtz= liche Verhältniſſe der Einzelnen und des Ganzen völlig umgeſtaltet ſind. Um bei dem reichen Stoff eine beſ- fere Ueberſicht zu gewähren, um die Reſultate beſſet herausheben zu können, und um. den Faden bei der Be- leuchtung der einzelnen Zweige nicht zu unterbrechen,