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wo er nur 5 Groſchen verdient, weit eher ſeine Rechnung. Man überſieht dieſe Sache gewöhnlich deßhalb, weil man nicht daran denkt, daß das Bedürfniß des Handarbeiters„auf die Länge ſich nicht unter ein Minimum herabdrücken. läßt, ohne ihn mit ſei- ner Familie zum Bettler zu machen 3 ſein Bedürfniß iſt feſtſte» bend, und muß befriedigt werden, wenn gute Arbeit geleiſtet werden ſoll; da nun der gemeine Arbeiter ſein Loos durch alle ſeine Anſtrengungen nie ändert, oder beſſert, wenige Ausnahme» fälle abgerechnet, ſo fölgt von ſelbſt das ſtätige Verhältniß der arbeitenden Claſſe, und aus dieſem folgt nicht minder, daß es genau im Vortheil der Arbeitgeber liegt, jene Claſſe in ei? ner ſolchen Verfaſſung zu erhalten, daß ihr Einkommen ſtets wo möglich etwas über das Minimum gehalten werde, nebenber das beſte Mitttel, den Armen- und Krankenanſtalten weniger verpflichtet zu werden, Wenn man. dieſe ſogenannte Wobhlfeil- beit'- oder dieſe ſich in eine Art von Gleichgewicht ſtellenden Sachpreiſe aller Producte, die durch Arbeit erzielt werden, gez nauer betrachtet, ſo findet man, daß nach Verlauf einiger Zeit, eigentliche bedeutende Verluſte den Producenten auf die Dauer nicht mehr' treffen können, denn es werden ſowohl die reinen Gewinne und Capitalzinſen ſich conſtant erbalten, als auch der Arbeits(ohn auf eine erträgliche Höhe für den Producenten, und auf einer hinreichenden für das Bedürfniß des Arbeiters. Wird nun hierdurch die Integrität jedes Gewerbes, und-ein Überhaupt behaglicher Geſellſchaftszuſtand, ſo viel es möglich iſt, geſichert, ſo darf ſich auch der Producent der Lebensmits tel über dieſe ſogenannte Wohlfeilheit um ſo mehr berubigen, als auf ſeiner Seite noch immer Vortheile eintreten, die die andern Producenten nicht genießen können. Dieſe Vortheile ergeben ſich nämlich, aus der Natur des Landwirtbſchäftsges werbes an und für ſich ſelbſt, einmal, weil das Bedürfniß des Volks ſtets fortgeht, und ſich= der gewöhnlich bis jezt noh ſteigenden Bevölkerung wegen= eber vermehrt, als vermindertz dann weil die Producenten von jeder momentanen Steigerung der Preiſe Vortheil ziehen, ohne daß deßhalb auch augenblicklich die Productionskoſten ſteigen, denn. dieſe leßtern können in den vorbezeichneten Verhältniſſen nur nach und nach mit den allge» mein höhern Sachpreiſen für die Dauer ſteigen. Dieß beweiſt ſich durch die an einem andern Ort*) nachgewieſene, und wie wir glauben, nicht zweifelhafte Erfahrung, daß die Preiſe der erſten Lebensbedürfniſſe zu einem Zeitraume von 50 bis 60 Fahren in einer Abwechslung von 33 bis 50 Procent böher odey niedriger ſchwanken, und daß im Ganzen für die höhern Preiſe ein längerer Zeitraum, als fär die niedern fällt. Es würde bey dieſem Gange der. Dinge, wo- bey wir jedoch ſtets freye Gewerbe und Handel vorausſeten, unz erheblich ſeyn, ob z. B. der Mannfacturbetrieb eine Zeitlang. ins Stoc>ken geräthe, weil demungeächtet alle Bedürfniſſe des Lebens befriedigt werden müſſen, und der Handel ſtets neue Canäle ſucht, überdem aber auch ſchon das einmal beſtehende nothwendige und
FEN +) Anleitung zur Verfertigung der Grundaufchläge von EC. W, H, Klebe. Leipzig bey Baumgärtner, 1828. S. 110.


