Teil eines Werkes 
2 (1831)
Entstehung
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Ne EON 0. m. 1

Dritter Abſchnitt, Dekonomiſche Rechenfunft,

Bey einem Geſchäfte, wo Alles, was vorkommt und zur Hand genommen wird, ſich nach Maaß und Zahl richtet, kann es an Berechnungen aller Art nie fehlen, weil man vermittelſt derſelben theils dem Gedächtniſſe zu Hülfe kommen, theils bey manchen Unternehmungen im Voraus überſchlagen muß, wie fie ungefähr zu ſtehen kommen werden z dieſes, ſo wie die Manch- faltigkeit der in größern Wirthſchaften vorkommenden Gegenſtände und Fälle, zuweilen eintretende Rechtsſtreitigkeiten, das Pacht- weſen, deßgleichen die Nothwendigkeit einer tüchtigen Buchfüh- rung, baben Veranlaſſung zu derjenigen Kunſt gegeben, die man mit dem Namen der ökonomiſchen Rechenkunſt bezeichnet, und die alſo ausſchließlich die Wirthſchaftsangelegenheiten und Ver- hältniſſe zum Gegenſtande hat. Dieſe, angewandte Arithmetik iſt bisber noch wenig beachtet, und keineswegs mit der verdienten Aufmerkſamkeit behandelt worden, gleichwohl verdient ſie dieſe in einem hohen Grade, weil ihre genauere Kenntniß gegen man- <en Fehlgriff und daraus entſtehenden Schaden ſchützt, und zur ERN der Ordnung in den Geſchäften unfehlbar ſehr Vieles

eyträgt.

Nach dem, wie man ſich bisber- dieſer Kunſt bedient hat, würde man den Begriff davon am deutlichſten darſtellen, wenn man die Mißgriffe, Febler und verworrenen Darſtellungen aufz führte, die ihre Anwendung zum Reſultate gehabt hat; da dieß nicht angeht, ſo geben wir den Begriff davon dahin:daß ſie die Anwendung der gemeinen Rechenkunſt auf die verſchiedenen Operationen des Landhaushalts in ſich faßt, und daß bey dieſer Anwendung die Regeln des Landbaues, die Verhbält- niſſe der'Theile, der einzelne gegebene Fall, oft in ſeiner Beziehung zum. Ganzen, die Qualität

d Quantität, der Ort und die Zeit zu Grundla-