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Verhältniß des Landwirthſchaftsgewerbes zum Staate,
(673) heit des Productenhandels jeder Art, ohne ungeheure Abgaben davon.
Qiebt nun alſo auch England, wie andere große in ſich abs geſchloſſene Staaten, den Beweis, daß die Herſtellung des na- türlichen Preiſes der Producte das einzige Mittel iſt, unfehlbar die Anſprüche Zlller zu befriedigen, ſo folgt auch,„daß die„nöthi2 gen Maaßregeln dazu genommen werden müſſen, und dieß kann und ſoll zwar größtentheils durch die Regierung und die Geſeß- gebung geſchehen, allein daß auch die Betheiligten ſelbſt viel dazu beytragen können, leidet keinen Zweifel, denn von ihrer Seite wird die Entſagung von Borrechten und Vorurtheilen der Regierung ſofort den Weg bis zum Ziele abkürzen oder doch erleichtern.
In der Meinung von dem, was man die Wohlfeikheit der Producte nennt, findet ſi) aber ein Haupthinderniß aller Verbeſz ſerungen; die relativen Begriffe von wohlfeil und theuer bewähy«- ren ſich den Producenten gewöhnlich nur in der ihnen winkomm« nen Art, daß alle Anlagemittel, näml< Arbeizlohn und Ca- pitalzinſen wohlfeil ,“ das Product ver Arbeit aber recht 1beuer ſeyn, und daß ſie, wie in England vermöüchten, den Belauf des Geldlohns' für die Arbeit, nicht nach dem Preiſe der nothdürfti- gen Lebensbedürfniſſe, ſondern nach ihrer Willtübr, oder durch die Concurrenz einer Maſſe armer Arbeiter zu beſtimmen, Es iſt aber gewiß, daß bey der Freyheit des Grundeigenthums, des Handels und der übrigen Gewerbe, falls nur nicht eine Veberlas ſtung mit Abgaben Statt findet, alle Boden- und Kunſtproducte, ſo wie Arbeitslohn und Capitalzinſen zu einem gewiſſen Preiſe berabgeben, der zu allen Producten in einem gewiſſen Verhält- niſſe ſteht, und der vergleichungsweiſe wohlfeil genannt werden kann ,. wenn die Erfolge anderer Zeiten dagegen gez balten werden. Wo ein Scheffel Brodgetreide fortdauernd mit drey Thaler bezahlt wird, und das Tagewerk eines Arbeiters mit zehn Groſchen, welches wir in Norddeutſchland ein hohes Lohn nennen, da ſteht der Arbeiter ſich entſchieden ſchlechter, als wo das Brodgetreide nux mit 1x Thaler und der Arbeits- lohn mit 5 Groſchen bezahlt wird; dyrt wird er 9, bier nur 3 Tage um Erwerbung eines Scheffels arbeiten müſſen; dieſer Un= terſchied würde an ſich nur gering ſeyn, aber da offenbar in Zei- ten, wo Brodgetreide auf die Dauer drey Thaler koſtet, auch alle übrigen'Lebensbedürfniſſe, beſonders Fleiſch, Kleidung, Haus2 miethe u. ſ. w. hoch im Preiſe ſtehen, ſo geht der doppelte Lohn nicht nur wieder darauf, ſondern reicht gewöhnlich) nicht einmal hin, und der Arbeiter findet beym gegentheiligen Verhältniſſe, eniitenienngein
wirthſchaft Th. 2. Neue Aufl. Hannover bey Hahn 1801. S. 353, in den 65'Jahren vvn"1735-1796 inel. durc< 1766 koſtbare Parlaments Bills, do nur etwa 5 Millignen AFers Land verkoppelt, das heißt, ſpeeiell ſepa/ rirt und mit Gartenrecht verſehen worden 3 eine Kleinigkeit gegen das Ganze. Die Sache iſt im Ganzen noch jetzt nicht ausgeführt und die alte Verfaſſung noch größtentheils beybehalten, und die Zeitungen meldeten vor kurzem, daß bey Gelegenheit einer ſolchen Verkoppelung; ein Land? wirth von ſeinen Genoſſen lebenSgefährlich gemißhandelt worden. Denz noc< gebrauchen deutſche Journalichreiber das Thaerſche Berkoppelunqs- verzeichniß S. 555, noc< jetzt als Lücenbüßer, in Anpreiſung der engli ſchen Wirthſchaftsherrlichkeit, nach 59 Jahren als etwas erhebliches,
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