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Bey'der Cul?fur und Production regelt ſich alles nach dem erfahrungsmäßigen Kunſtverfahren, nach den Jahreszeiten, dem Orte und den allgemein bekannten Bedürfniſſen; dagegen macht der Productenhandel= der Markt= ganz andere und oft ab- wechſelnde Forderungen. Wobhlfeil produciren, und. möglichſt theuer verkaufen, iſt der oberſte und ſehr natürliche, auch' ganz richtige Grundſaß aller Producenten ohne Ausnahme, allein dem ſc<eint der Grundſatz der Handeisfreyheit überhaupt zu wis derſpreßen, wonach die entſtehende Concurrenz der Theurung ent gegenwirkt, und hiernach wäre das Beſtreben der Producenten vergeblich, ja bey reichen Erndten wäre es denkbar, daß ſie um ſo weniger glü&lichen. Erfolg bhötten. Hier liegt der Urſprung, der ſo oft und wiederholt geforderten Beſchränkung der Concurrenz im Handel mit Lebensmitteln, beſonders von Seiten des Aus» landes 3 es bedarf kaum jebt noch ves Anführens, daß und warum dieſer Forderung Seitens der Negierungen nicht genügt werden kann, auch ſind aur Zeit die Stimmnten der Reclamanten ſebr verringert, aber ſie laſſen ſich gewiß dann wieder in größe» xer Zahl vernehmen, wenn die Preiſe ſehr. niedrig Fehen. Da die Erndten nie ſich glei ſind, ſo müſſen die Preiſe ſtets wech» ſeln, da aber das Maaß der Producte von dem Maaße der Er» giebigkeit des Bodens abhängt, ſo iſt eine enorme Anhäufung von Producten nie denkbar, und da,von den jährlichen Erzeug» niſſen nothwendig auch eine beſtimmte Meng" verzehrt werden, ſo iſt ſelbſt in Zeiten des Ueberſluſſes. an gänzliche Werthloſig» keit nicht zu denken, um ſo weniger, als nicht ſelten ſchon der Schluß des ergiebigſten Jahres vorausſehen läßt, daß das nächſt folgende, wegen Näſſe, Tro>enheit oder harten Wintev des eben ahlaufenden Jahres, minder ergiebig ſeyn werde, MUTE Vorräthe aus der reichen Exndte willkommen ſeyn müſſen.
Die Cultivatoren können ihrerſeits nur die möglichſte Kunſt und Geſchi>lichkeit aufbieten, reiche Erndten vorzubereiten, der Seegen aber kommt allein von oben, und noch iſt nicht entde>t, ob es Mittel. giebt, das Maaß der Productivität des Bodens et- wa in geometriſcher Progreſſion zu erhöhen, mithin ſtehen der nöthige Capitalaufwand und die beſtimmte Fläche mit der jähr» lichen Erndte davon ſtets im gleichen Maaße find Verhältniſſe, und das allgemeine Bedürfniß derſelben Zahl von Conſumenten iſt unabweislich, die Erndte mag reich oder karg ausfallen, die Nachfrage am Markt bleibt ſich im Ganzen alſo gleich durch alle Jahre, während das Maaß des Angebots ſehr verſchie: den ausfallen kann, und daher die Abwechslung"der Preiſe, De DOH EBFAAMN Vorräthe, oder theilweiſer, oft nur localer
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In Betracht nun, daß die Cultivatoren die Natur nie zwin» gen können, den angewendeten Fleiß alljährlich überſchwenglich zu ſegnen, ſo wenig wie die Maſſe der Conſumenten umhin
ann, ihren Bedarf an Lebensmitteln anzuſchaffen, gleicht ſich Production und Bedarf mit einander aus, und die theilweiſett Veberſchüſſe der reichen Jahre wachſen dem Nationalcapitale zu; ſie verwandeln ſich in Geldcapitale, wenn ſie vielleicht dem Aus- ande verkauft werden, ſie bleiben Naturalcapitale, wenn“dieß einſtweilen nicht geſchieht, und zeigen ihre Wirkung als Capi-


