Teil eines Werkes 
2 (1831)
Entstehung
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250 Oekonomie. 6. Abſchn.

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Landwirthſchaft überhaupt und beſonders davon betroffen wer-! den, oder welche Anforderungen beide, als Objecte vou einer) ganz eignen und beſondern Natur, an die Seſeßgebung zu ma»' <en haben. Es ſchein: dieſe Frage am treffendſten beanrwortet' zu werden,wenn man in Betracht zieht, von welchen Opera-: tionen der Geſehbgebung und Verwaltung, und von welchen äu- ßern Verhältniſſen-- die mit dem ganzen Nationalverkehr ver»| zweigt ſind=- die Landwirtbſchaft und. das ihr angehörende' Geundeigenthum am mehreſten und ſtärkſten, berührt wird, und'

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ihen befördert, gefährdet vpder doh aufhält, vder was ihre Exiſtenz und Gedeihen Über» baupt ſichert, Hierbey iſt äber ein ganz iſviirtes Behandeln die- ſes Theils der Volkswirthſchaft nicht dentbar, da alle Theile derſelben ſtets auf einander einwirken, und es läßt ſic) da- her in dieſer Betrachtung keine ſcharf abgeſchnittene Grenze| ziepen.; Die Vertheilung des Bodens unter die Staatsgeinwohner, nnd die Art dieſer Vertheilung, iſt in den angedeuteten Bezies hungen eine derjenigen Urſachen, die mehr oder weniger auf den Wohlſtand, noch mehr aber auf die Sitten des Voiks ein- wirken. Vor vielen Ländern erfreuet ſich beſonders Deutſchland und die nordiſchen Völker germaniſchen und ſlaviſchen Stam- mes einer Vodenvertheilung faſt nach allen ſtufenweiſen Grö ßen; England allein bildet das gerade Gegentheil, da der Bo-

venbeſiß hier, ſeit der noxmänniſchen Eroberung, allein''dem bo-

hen Adel gehört, und ein kleinerer Landbeſitz" unter andern Einz wobnern, oder eigentlicher Bauernſtand, nicht exiſtirt. Welche verſchiedene Wirkungen ſic) aus beiden Verhältniſſen zu entyvi- Feln vermögen, davon wird weiterhin die Rede ſeyn. Die Gez ſesgebung wirkt aber it dieſer Beziehung in Deutſchland bloß erbaltend, und indem die Rezierungen den Beſih, auch des kleinſten Guts ,. in Schuß nehmen, und mehrentbeils dem ges ſammten Bauernſtande das Necht des freyen Vertrages und der Dispoſition über ſein Grundvermögen zugeſtanden haben, ſo bleibt nur noch zu wünſchen übrig, daß die Emancipation bald ganz ausgeführt, und die noch beſtehenden Belaſtungen beſeitigt wer» den mögen. Die größern Güter, welche theils in den Händen des Adels, theils des Bürgerſtandes ſind, ſind von größerem Umfange im Norden, als im Süden und Weſten, und es ſcheint hier ſchon ſeis lange her die Bodenvertheilung mit der - Volksvermehrung in Beziehung geſtanden zu habenz alſo je gedrängter die Voltfszahl, deſto kleiner die Beſitzungen- dieſer Stände; man bemerkt dieß in Sachſen ,- in Franken, Weſtpha-- len, den dieß- und jenſeitigen Rheinlanden, und ſogar in eis nem Theile von. Schleſien.| - Betrachtet man einzelne Staaten, ſo greift der Umſtand ein, ob ein Staat hauptſächlich ein a&erbautreibender genannt zu Werden verdient, oder ob der Handel und die Fabrication ! und Manufactur das Uebergewicht haben. In den Continentalz ſtaaten iſt. der A>erbau immer die Hauptſache, und nur in ein» zelnen Küſtenländern überwiegen die übrigen Beſchäftigungen 3 | dahin gehört 3. B. das ehemalige Holland. In den meßreſten Ländern geht der Ackerbau Hand in, Hand mit den übrigen Nahrungszweigen, und wenn in Holland, als einem Küſten»

was demnach ihre Freybeit und Gedeil