Oekonomiſ<e Rechenkunſt,
(611) bes, ſondern darauf ankommt, wie man ſein Futter am höch: - ſten nuße, ſo rechtfertigt ſich hierdur< der oben ausgeſprochene Grundſatz vollſtändig.
Uebrigens baben die bekannten Futtermittel einen ſehr ver- ſchiedenen Grad der- Nahrbaftigkeit, wenn man ſie mit einander vergleicht, und überdem ſcheint ſich derſelbe ſogar verſchieden zu äußern, je nach der Zuſammenſetzung der Futtergaben, ſo, daß das Volumeti des Fütters, und ſeine Natur an ſich, nicht außer Wirkung zu bleiben ſcheint; ſo dunkel und unvollſtändig aber auch die genaueren Erfahrungen hierüber noch ſind, ſv hat ſich der Verfaſſer, bey Vergleichung des Futters verſchiedener Art, zum Zwe der Reduction auf beſtes Heu, dennod) der bis jetzt von den ausgezeichneteſten Landwirthen gemachten Erfahrungen bedient, und danach die hier folgenden Säte angenommen. In neuern Zeiten hat man zwar wohl den Roggen tauglicher zur Rechnunggseinheit und zum vergleichenden Maaßſtabe, finden wol- len, als das-Heu 3; es treten.äber hiergegen mehrere Bedenken ein, indem die erſte Forderung an eine ſolche Einheit und Maaßſtab iſt, daß ſie das beſte Futtermittel repräſentire; es muß alſo das beſte Heu vorausgeſetzt werden; in dieſer Hinſicht wäre vielleicht das Kleeheu der beſte Nahrhaftigkeitsmaaßſtab. Allein, da das gewöhnliche Wieſenheu ein ausſchließliches thieriſches Nahrungs- mittel iſt, da den Landwirthen, Schäfern und Hirten in der Regel ſehr genau bekannt zu ſeyn pflegt, wie ſich ihr Heu ver- hält, und ſich ſolches in den Melkereywirthſchaften durch die Fet- tigkeit der Milch-offenbart, ſo wird über das, was man das beſte Heu nennen kann, ſelten ein erheblicher Zweifel übrig blei: ben; anders verhält ſich dieß dagegen mit dem Roggen, welcher nicht ausſchließlich thieriſches Nahrungsmittel, beſonders nicht für die wiederkäuenden Thiere iſt, ſeine Anwendung als Futter erfordert Vorbereitungen, iſt nicht allgemein eingeführt, und da- ber nicht bekannt genug, und er iſt überdem an mehlichen und nahrhaften Theilen ſich nie gleich, ſo daß er, je nach dem Bo- den, der ihn hervorgebracht(Klay oder Sand), oft einen Unter- ſchied von 15 Procent hierin ergiebt; daher dürfte die Reduction auf Heu immer noch am zwe>mäßigſten ſeyn, und dieſe geben wie hier im Folgenden:
Neductionsſäte der verſchiedenen Arten des üblichen Vieh- futters auf gutes Heu, von welchem 1 Cntr,= 133 Meß. Ha-= fer iſt, als vergleichender Maaßſtab, und zum Zwe einer Rech- nunggseinbeit.
Beſtes Wieſenheu L Verhältniß,
Röther Klee J
Su eiher Klee
ucerne.
Esparſette zu Heu
Wicen gemacht
Spörgel
Haferwi>en
Die Samenkapfeln
vom Raps Winterrübſen Sommerrübſen
wan + Jak [SV


