Teil eines Werkes 
2 (1831)
Entstehung
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Oekonomie. 3, Abſchn.

(596)

ZEHEN zweyſpänniges FuderPferdedünger 3 12 Ctr.-59-Pfd, iſt= 73 Pfd.= 14 Metz. Roggen 2a 1 Thlr,= 263 Sgr. und ein Pferd giebt jährlich 822 Fuder.

Ueber dieſe Werthe, nach der beſondern Anſicht des Autors und nach den beſondern, wiewohl wahrſcheinlich von ibm ſelbſt ausgebenden Verhältniſſen ſeines Guts berechnet, und nach, der Anzeige des Titels zur Anwendung gebracht, giebt derſelbe S. 52 folgende Aufſchlüſſe:

Unter 1. Nur ſo lange, als ein richtiges Verhältniß zwiſchen den Maſſen der erzeugten; angeſchafften oder umgetauſchten Pro- ducte Statt findet, iſt es mödlich, jedem einzelnen Producte durch richtige Verwendung im Betriebe der Wirthſchaft den (hier) angenommenen Werth durch eigenen Umſab zu verſchaffen, und

unter 4, Bey der Veranſchlagung werden die Thiere als Ma- ſchinen betrachtet, an welche der Ackerbau alle Futtermittel nach den(hier ausgeſprochenen) Werthsſätben verkauft, wo- gegen der A>erbau den Dünger an den Viebſtand, nach den eben ausgeſprochenen Werthsſäten bezahlen muß.

Wenn gleich nun auf dieſem Wege ein Düngerwerth aus- geſprochen worden, wovon in vielen Fällen Gebrauch zu machen iſt, und wenn ferner auch ein einzelner Landwirtb Gründe ha- ben kann, eine ſolche nach den Regeln der doppelten Buchhala tung anzelegte Berechnung über ſein Gut zu führen, ſo begrüns det doch dieſe Jdee kein Princip für unſern hier abgehandelten Gegenſtand, ſondern enthält bloß eine Rechnungsform, die der Verfaſſer für ſein Verbältniß anwendbar findet, und die auch in manchen andern Wirthſchaften anwendbar ſeyn mag. Für den hier abgehandelten und einige andere Fälle hat der Verfaſz ſev dieſes Artikels ſchon im Jahre 1821 in ſeinem Werke: Grund» ſähe der Gemeinbeitstbeilung, Berlin bey Maurer, 1ſte Abthei- lung S. 176, dieſen Gegenſtand ausführlich behandelt, und den reinen= Ertrag des Bodens zum Maaßſtabe des Dünger» werths angenommen, in Betracht nämlich, daß das Zurügeben der vom Boden erzeugt werdenden Futtermittel, in der Form von Dünger die conditio zine qua non ſey, unter welcher die reine Bodenrente erzielt werden kann, dieſe letztere daher nicht bloß das Product der angelegten Capitale ſey, weil dieſe ohne den Be- ſcand und die Verwendung jenes ſogenannten eiſernen Inventa- xii des Bodens(Strob und Futter) gar nicht bätten angelegt werden können, und daß die Einwirkungen der Atmoſphäre, der Bearbeitung und der Fruchtfolge, da wir ſie nicht genau meſſen können, nicht genau in Berechnung kommen, weil ſie ohne Hin2 zukommen des Düngers unwirkſam ſeyn würden, ihre Wirkſama keit daher nur durch dieſen und in Verbindung mit ihm möglich wird, und alſo bedingt iſt. Hiernach iſt, da der Durchſchnitt aller NReinerträge von 20 verſchiedenen Bodenarten 75 Thaler, und der Durchſchnitt alles Düngergewinnes von eben ſo viel Fällen 25 Fuder iſt, der Werth eines Fuders 3 Thlr, 3 Sar. 8 Pf., welcher ſich aber, aus eben angegebenen Gründen, um 8 ver- mindert, folglich auf 243 Sgr. zu ſtehen kommt,= Der Verfaſ- ſer hält hierdurch den allgemeinen Werth, den der Dün- ger in der. Landwirthſchaft bat, für hinreichend ausgeſprochen und fixirt, und denſelben geeignet in Berechnungs« und Taxa-