Oekonomie. 3. Abſchn. (683)
d) bey Umwandlung von Natural- Leiſtungen in eine Geld- abgabe, oder bey Ablöſung der letztern entweder durch Ca- pitalzablung oder durch Bezablung mittelſt Grundſtücke z deßgleichen bey der Aufhebung der Grundgerechtigkeiten und Beſtimmung des dafür zu gewährenden Aequivalents.
3) Die Buchführung über den ganzen Wirthſchaftsbetrieb.
Rus dem oven gegebenen Begriffe von dieſem Nechnungs- weſen folat ſchon von ſelbſt die Hauptregel, daß man ſich bey bfonomiſchen Berechnungen ſtets an die vorliegenden Thatſachen halte, dieſe richtig beurtheile, alſo alles, Jdeale oder das auf ei= ner bioßen Vorſtellung oder Vorausſezung beruhende ausſchließe und vermeide. Nur allein bey den eigentlichen Werths- Veran» ſchlagungen oder Taxen ſoll man, nach den bisherigen Anſich- ten, eine Vorausſchung machen z man ſoll nämlich eine be- ſtimmte Wirihſchaftsform vorausſetzen oder annehmen, gleich» viel, ob das abzuſchägende Gut dieſe Wirthſchafsfortm ausübt, vder künftig dieſelbe oder eine andere ausüben wird. Dieſer Um- ſtand iſt ſo bäufig und weitläuftig behandelt worden, daß man billig darüber nunmehr entſchieden ſeyn ſollte, was indeſſen doch nicht anzunehmen iſt. Soll eine ſolche Berechnung nur für die Gegenwart dienen, nur die Neſultate des zeitigen Betriebes dar- legen, ſo darf man nur dieſe- Betriebsform zum Grunde legen z foll durch dieſelhe aber der reine Bodenwerth ausgemittelt wer- den, ſo würde man eigentlich diexVeranſchlagung nach allen mög» lichen Wirthſchaftsarten zu machen und aus ihren Reſultaten ei2 nen Durchſchnitt zu ziehen haben 3; dieß wäre aber ſehr weitläuf- tig und mübſam. Es dürfte aber keinem Bedenken unterliegen, daß, je nach dem. Zwe&e des Geſchäfts, die Veranſchlagung ent- weder nach der zeitigen Benutßungsart zu machen iſt, oder daß man, von der Ertragsfähigkeit des Bodens über- haupt augsgebend, die Durchſchnittserträge vebſt den, darauf durchſchnittsweiſe zu verwendenden Koſten berechnet, und alſo jede Wirthſchafisform unberücſichtigt läßt. Betrachten wir das Weſen der letztern genauer, ſo finden ſich die Unterſchiede der einen gegen die andern eigentlich bloß in der&.ometriſchen Fel- Hereintheilung, und bezüglich auf Veranſchlagung kann es im- mer im Ganzen von keinem erheblichen Einfluſſe ſeyn, ob die 60 in 3, 6, 9, oder in 7, 11, 14 Theile eingetheilt ſind und
ewirtbſchaftet werden.
Aus"dieſen Gründen iſt auch die von einigen vorgeſchlagene ausſchließliche Zugrundlegung der Dreyfelderordnung nicht erheb- licher, als wenn man jede andere Eintbeilung dazu vorgeſchlagen hätte, weil der Getreidebau nicht vorzugsweiſe durch dieſe Ord- nung beſteht, dieſelbe vielmehr, wie in dieſem Werke gezeigt wor- den, der vortheilhaften Getreideproduction oft binderlich iſt, wo- gegen der Wechſel zwiſchen Getreidebau und natürlicher oder künſt- licher Weide auf Sandboden, ohne Wieſenbeſit, in jedweder Ord» nung vder unter jeder beliebigen Eintheilung des Feldes die all: einige Garantie der bleibenden Productivität abgiebt, welches ſchon durch das in der Dreyfelderwirthſchaft übliche Ruheliegen, der Außenfelder bewieſen iſt, wodurch ſie, wie gezeigt worden, den Charokter der ſtrengen Dreyfelderordnung verliert, und eigent- lich eine mehr, als dreyfeldrige Wirthſchaft wird. Dur dieſe


