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A<erländereyen.
N(623) ſchlagenen Verhältnißzahlen bedient, nach der die Einheit 5% ei- nes preußiſchen Scheffels Weizen«oder+ eines Scheffels Rog-= gen beträgt. Wenn man hiernach eine 130gradige Scale anz nimmt: ſo wird man das relative Werthverhältniß der verſchie- denen Ackerclaſſen angeben können. Wenn der Reinertrag des beſten Ackerbodens= 130 und der des ſchlechteſten= 3 ange- nommen wird, ſo ſind die Endpuncte dieſer Scale beſtimmt, und man kann alle Verſchiedenheiten in der Ertragsfähigkeit der ver- ſchiedenen Aerclaſſen durch eine in der Mitte ſtehende Verhält- nißzahl ausdrücken.
Das bekannteſte Akermaaß in Deutſchland, der rheiniſche Morgen a 180 gevierte Nuthen, iſt hierbey zum Grunde gelegt, wenn man ſich dieſe Verhältnißzalzlen auf ein beſtimmtes cubi- ſches Maaß von Körnerfrüchten reducirt denkt, und es würde hiernach der beſte.Boden einen jährlichen Reinertrag von 43 preu- ßiſchem Scheffel Weizen oder 57- Scheffel Roggen abwerfen.
Es iſt zu wünſchen, daß. eine Methode gusfindig gemacht werde, wonach man den Ertragswerth eines Bodens bloß nach ſeiner phyſiſchen Beſchaffenheit, nach ſeinem Culturzuſtande und andern unveränderlichen Eigenſchaften berechnet, ohne nöthig zu haben, eine beſtimmte ökonomiſche. Benutzung vorauszuſeten. Ohne die Möglichkeit abläugnen zu wollen, daß es jemals ge- lingen werde, ein anderes Verfahren zu erfinden: ſo giebt es doch bey jetzigem Stande des ländwirthſchaftlichen Gewerbes kein anderes Mittel zur Werthsberechnung des Akerbodens, als daß eine beſtimmte Benutungsart vorausgeſeßt wird. Die Erzeu- gung der Getreidefrüchte wird dauernd der Hauptzwe& des Aer- vbaues bleiben; darum iſt auch nöthig, eine Ackerbenutung zum Grunde der Berechnung zu legen, bey der der Getreidebau die Hauptſache iſt. Die Dreyfelderwirthſchaft iſt deßhalb dasjenige Acserſyſtem, welches als allgemein bekannt und von der Acker- baugeſeßgebung anerkannt, ſich am beſten zur Grundlage der Werthsberechnung eignet.:
Eine große Schwierigkeit hierbey iſt der Umſtand, daß eine Benutzung des'Ackers nach dem Dreyfelderſyſtem nur auf fol: <en Bodenarten möglich iſt, die einen reichen Strohertrag und durch denſelben das Material geben, um die nöthige Düngung wenigſtens für jedes ſechste Jahr herbey zu ſchaffen, ohne mehr Zuſchuß an Kraftfutter, an Heu, Wurzelgewächſen, Abfällen aus techniſchen Gewerben, und Getreide, zu bedürfen, als die thieriſchen Erzeugniſſe vollſtändig allein bezahlen.
„Wenn der Atcerboden reichen Strohertrag giebt, und die Hülſenfrüchte auf dem ſechsten Theile ſicher gedeihen: ſo liefert eine Acterwirthſchaft durch Spreu, Aehren und das Hülſenfrucht- ſtroh, auch durch einzelne genießbare Theile des reinen Getreide: ſtroys ſo, viel thieriſche Nahrung, das ein geringer Zuſchüß von obigem Kraftfutter erforderlich tſt, um ſo viel Nutzvieh zu er- nähren ,/ als zur Erzeugung des nöthigen Düngers erforderlich iſt. Dieſer geringe Zuſchuß von Kraftfutter wird durch die thie- riſchen Erzeugniſſe unmittelbar vergütet, und auf die Koſten des Düngers fällt von dem Aufwand für jenes Kraftfutter nichts, ſondern der Dünger iſt das Aequivalent für das verfütterte und untergeſtreuete Stroh,


