Teil eines Werkes 
2 (1831)
Entstehung
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Vegetation der Feldgewäc<hſe., Möhre,

(263) hier dasjenige Abblatten gemeint iſt, wo außer einigen kleinen Blättern an der Kxone alle anderen Blätter entnommen werden, ſo iſt damit keine8wegs das Abblatten derjenigen Blätter gemeint, die noch lange vor vollendeter Wurzelaugsbildung an den Rän»- dern gelb werden und abzuſterben anfangen z denn dieſe Blätter können, obne daß die Wurzel dadurch nur im geringſten beein- trächtigt wird, entnommen werden. Ob es ſic) übrigens verz: lohne, dieſe Blätter als Viebfutter zu ſammeln, darüber muß jeder Landwirth nach ſeinen Umſtänden entſcheiden.

Daß ſich die Qualität der Runkelrüben ſowohl als Futter, als Behufs der Zu>erbereituug durch das Abblatten vor vollen2 deter Wurzelausbildung verſchlechtert, geht daraus hervor, daß der Kopf der Rübe durch das wiederholte Abblatten ſich zwar verlängert, aber holzig und von geringem Futterwertb wird, und die ganze Rübe zwar an mehr wäßrigem Schleim zunimmt, dagegen aber qn Zuerſtoff beträchtlich verliert,

Die Möhre,

Vegetationund Behandlung während der Vegeta- tion bis zur Errwdte;

Wenn die Möhren zwiſchen andern Früchten gebaut werden, ſo richtet ſich die Behandlung derſelben während der Vegetation ganz nach dieſen, indem es immer ſolche Früchte ſind, welche das Teld früher räumen, und den ſchon berangewahſenen Möh- ren Platz zu ibrer weitern Ausbildung laſſen. Sobald dieſe Früchte das Feld geräumt baben, werden die Möhren geeggt. Sind die Mobren zwiſchen Raps geſäet worden, ſo muß man die ſtarken Stoppeln deſſelben, die die Egge nicht herausgeriſſen bat, aus: ziceben, weil dieſe Stoppeln noch einige Zeit vegetiren und den

oden entkräften. Ueber die Reihencultur der Möhren und über ihre Behandlung dabey haben wir bereits im 4. Bande der En- cyklopädie S. 306 und folgende das Nöthige erwähnt. Wir ha- ben daber bier von der Behandlung der Möhren wäbrend ihrer Vegetation, wenn ſie allein geſäet werden, zu bandeln.

Begünſtigt das Aufgehen des Möhbrenſamens nicht feuchte und warme Witterung, ſo dauert es oft mehrere Wochen, ehe die Möbren ſichtbar werden, Die Pflänzchen ſind beym Aufge- ben ſehr fein, und der AFer iſt bis dahin, ehe ſie ſichtbar wer- den, ſchon ganz mit Unkraut überzogen. Man muß daher, damit die zarten Pflänzchen nicht gleich beym Aufgehen von Un- kraut unterdrückt werden, noh ehe ſie ſichtbar werden, jäten. Es baben-- ſagt Thaer im 4. Band der rationellen Land- wirthſchaft S. 244. Einige das Jäten durch das Eggen mit Er- folg faſt erſpart; es muß aber wohl ein beſonders günſtiger Zeite punct getroffen. werden, um das Unkraut dadurch zu zerſtören, obne den gekeimten Pflänzchen zu nachtbeilig zu werden. Wenn die Möhren etwas empor getrieben haben, und ſich durch ihre krauſen Blätter bemerklich genug machen, ſo empfiehlt man, um ibr Gedeihen zu befördern, ſie zu bekrazen, welches mit einem beſondern Kraßmeſſer geſchieht, oder ſie mit der ſpizen Hande baue zu behacken. Dabey verdünnt. man zugleich alle zu dicht ſtehenden Pflanzen, läßt ſie aber noch immer dichter ſtehen, als es nöthig iſt, Wenn die Möhren ſich mit ihren Blättern mehr auszubreiten anfangen, wird das Bekraßen oder Beha>en noch

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