Teil eines Werkes 
2 (1831)
Entstehung
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Vegetation der Feldgewächfe. Mais.

(255) drey Fuß erreicht, ſo werden ſie zum zweytenmal behäufelt, Bey dem Beha>en mid Bebäufeln muß man einen Zeitpunct wahr- nehmen, wo ſowohl der Boden, als die Witterung tro>en ſind.

! Während der Vegetativn ſchadet dem Mais der häufige Wech- ſel der Witterung, nach Burger in ſeinem oben angeführten Werke S. 236, weniger, als den andern Getreidearten. Die anbaltende Näſfe, vorausgeſctt, daß das Waſſer nicht auf dem Felde ſtehen bleibt, ſchadet ihm ſelbſt während der Blüthbe nicht, und eben ſv verträgt er anhaltende Dürre. Am nachtheiligſten iſt dem Mais anhaltend kalte Witterung, wv er ſich nicht vollkommen augbilden kann und ſeine Reifung in die ſpätere Jahreszeit fällt, wo die Witterung minder günſtig iſt. Am nachtheiligſten ſind dem Mais zur Zeit der Blüthe, wo er bereits eine ziemliche Höhe erreicht hat, und die Pflanzenſtängel mürbe ſind, die Winde. Burger ſagt in ſeinem ſchon oft angeführten Werke S. 238:Die Winde. ſind es, welche die Maisäcker prüfen,'ob ſie.gehörig be- pflanzt und bearbeitet worden ſind; jeder Fehler wird von ihnen ſtreng gerügt.= Stehen die Pflanzen zu. dicht und zu eng ant einander, ſo ſind ſie dünnſtänglich, hoch, und werden auf die leichteſte Art von einem mittelmäßigen Regenwinde niedergewor- fen und gefnict; iſt zu wenig gehöufelt worden, ſo kann der Wind eine größere Gewalt an den Stängeln augsüben, weil der Hebel länger iſt; er ſchwankt mehr und bricht eber. Es mog aber das Maisfeld nach einem ſolchen Winde ausſehen, wie es will, ſo muß man doc erſt ſo lange'abwarten, bis die Blätter der Pflanze völlig abgetrocknet ſind, und ſich jener Schwere ent- ledigt haben, die ſie größtentbeits niedergebogen erhielt, ehe man irgend eine Maaßregel ergreift, den verurſachten Schaden wieder auszubeſſern« Länger darf man aber auch nicht zaudern, wenn man die verbogenen Pflanzen wieder aufrichten will, weil ſie=die Lage, in die ſie durch den Sturm verſetzt worden ſind, ſehr bald annehmen und ſich darin befeſtigen. Man richtet die Reihen der Maixpflanzen, die unordentlich im Acker auf- und ineinander liegen, gewöhnlich ohne alle Inſtrumente wieder auf, indem man ſie mit der Hand vorſichtig auseinander löſt, in die Höhe richtet und die Erde an die gelo>erte Wurzel mit dem Fuße feſt andrückt. Obwohl dieſe Stürme den Mais gewöhnlich zur Zeit ſeines Blü- bens, das iſt, in der gefährlichſten Epoche b« len, und man des Schadens wegen, den ſie verurſachen ,' genötbigt iſt, in den Acer bineinzugehen, was gewiß ſehr gefährlich iſt/ und wenn es nicht mit Vorſicht geſchieht, oft mehr Schaden bringt, als der Wind ſelbſt, ſo habe ich doch nie beobachtet, daß in ſolchen Reihen, die wieder aufgerichtet wurden, ein auffallender Unterz ſchied gegen die unverletzten Reihen bätte waßrz

können; auch habe ich im Ganzen, troß alle wahrnehmbaren Abbruch in der Quantität

Wenn man ſich bey dieſer Arbeit-nu

greifen,-oder ſte ſtark gegen andere Befruchtung nicht geſtört, und die Aebre % 1

ime, nie einen

Findte"erlitten. die Piſtille anzu- reiben, ſo wird die

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