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| Bau. der Feldfrüchte. 7. Abſchn, July. (254)
als Neif gezeigt hatte, indem wohl alles weiß belegt, auf dem Waſſer aber keine Syur von Eis zu finden war, wurde jener auf dem Felde gebaute" Mais größtentheils zerſtört, wogegen der im Garten gebauete ſich nach einigem Kränkeln wieder erholte. Da übrigens. nicht alle auf dem Felde geſtandenen Maispflanzen vom Froſte zerſtört worden ſind, ſondern, ſich eine Anzahl noch völlig erholt hatte, ſo ſcheint es hieraus bervorzugehen, daß der Mais unter gewiſſen Umſtänden vom Froſt nicht leicht leidet.
Der Mais verlangt, wenn er vollkommen gerathen ſoll, eit wiederholtes Lo>ern des Bodens und ein Anhäufen deſſelben um den Stängel herum. Das erſte Lo>ern erfolgt, wenn der Mais eine Hand hoch über der Erde iſt, wobey auf die Vertilgung"' des Unkraüts8. Bedacht genommen wird, Man verrichtet es gewöhn: lich mit der Handhbacke ,- man kann aber auch den Mais eggen, zu welchenr Endzwe> man den AFer nach der Saat in rauber Furche liegen läßt. Wo ſich nach dieſem erſten Lo>kern des Bo- dens leere Stellen im Maisfelde finden., werden Maispflanzen an den Stellen, wo ſie zu dicht ſtehen, als Ergänzung, nachge- ſeßt. Der Mais verträgt dieſes Verpflanzen recht gut; nur ges ben dergleichen Pflanzen nie einen ſo boben Ertrag, als diejent gen, welche unverrüct ſtehen geblieben ſind, und die Samen werden auc durch den Aufenthalt im Wachsthum, den die Pflanze durch das Verpflanzen erleidet, minder vollkommen. Hierauf folgt. ein nochmaliges AufloFern des Bodens, wozu man fich bey den in Reiben geſäeten Mais der Pferdeha>e bedienen kann, und wenn die Pflanzen die Höhe eines Fußes erreicht haben, erfolgt das Behbäufeln mittelſt des Schaufelpäuges. Das Behäufeln trägt ſehr weſentlich zum Gerathen des Mais bey, indem derſelbe ein ſehr ſtarkes Wurzelorgan hat, und über den eigentlichen Wur- zeln, aus den erſten Gelenken noch mehrere Kronenwurzeln treibt, die fich, wenn ſie angebäufelt und mit Erde bede>r werden, ſehr bald befeſtigen und: dem Stängel viel Nahrung zuführen.„Daher
giebt der behäufelte Mais, weil die fruchtbare Erde mehr um»
deſſen Wurzeln concentrirt wird, und die Kronenwurzeln durch die Bedeckung mit Erde ſich um ſo ſicherer verbreiten und die im Boden enthaltene Nahrung einſaugen können, reichere Erüdten an vollkommnern Samen, als der nicht behäufelte. Das Behäu- feln gewährt, aber auch noch einen anderweitigen Vortheil, näm? lich! den, daß die Maisptlanzen dadurch einen um ſo feſtern Stand erhalten, und daber bey ſtarken Winden minder leiden. Burger behandelt nach dem oben angeführten Werke ſeinen Mais folgendermaßen. Wenn die: Pflanzen eine Höhe von 9 bis 12 Zoll erreicht und 6 bis 8. Blätter entwickelt haben, wird der Mais mit der Pferdehacke durchfahren, wobey alles Unkraut, wel: hes ſich in den Reihen zeigt, und mit der Pferdehacte nicht er: reicht werden kann ,- durch Nachhülfe mit der Handhae vertilgt wird. Vierzehn Tage nach dem erſten Beha>en wird. das Mais- feld“ zum zweytenmal mit dem. Schäufel flug durchfahren, wobey die Handarbeit gewöhnlich ganz! wegfällt,„oder nur ſehr unbedeu: tend iſt. Bey kalter und. najjer Witterung wird das Bebacen noch zum drittenmal wiederholt. Acht bis zwölf Tage nach dem zweyten Bebacken wird der Mais das erſtemal mit dem Häufel: pflug behäufelt, wodurch ndv>< allemal das dritte Beha>en er: ſpart worden iſt. Haben'die Pflänzen eine Höhe von zwey bis


