Teil eines Werkes 
2 (1831)
Entstehung
Seite
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Bau der-Feldfrüchte. 7. Abſchn. July. (252

Man hat'deßbalb mehrere Mittel angewendet, den Samen mit ſolchen Gegenſtänden zu ſchhwängern, welche die"Vegetation nicht hindern, aber den Vögeln, die dergleichen Samen freſſen, verderb» lich oder gar tödtlich werden z allein dergleichen Mittel ſind nicht zu empfehlen, denn der durch die Vögel verurſachte Schaden im Maisfelde wird durch deren Tödtung nicht hergeſtellt; die Tödtung mancher dieſer Vögel iſt aber nicht anzurathen, weil ſie durch Ver- tilgung von Inſecten auf andere Weiſe wieder ſehr nüblich ſind. Ues berdieß helfen dieſe Mittel nicht lange, indem ſie entweder bald ver- dunſten, oder den aufgetriebenen Keimen doch keine giftige Eigen= ſchaft verleihen. Zwekmäßiger iſt die Anwendung ſolcher Mittel, welche die Vögel abhalten. In dieſer Beziehung empfiehlt B ur» ger, in ſeiner vollſtändigen Abhandlung über die Na- turgeſchichte, Cultur und Benubung des Mais S. 191, jedes pben aufliegende Maiskorn dem Geſicht der räuberiſchen Vögel zu entrücken und mit Erde wohl zu bedecken, weil dieß das FEE leichteſte und zuverläſſigſte Mittel iſt, ſeine Maisſaat vor den Nachſtellungen derſelben zu ſchüzen. Man muß daber näch der Saat und beſonders nach einem nach derſelben folgenden Regen, die Reihen, in welche der Mais gekommen iſt, durc<gehen, und alle obenauf liegende Samenmit Erde bedeXen. Auch iſt in demſelben Werte S. 192 zur Abhaltung der Vögel empfohlen, gleich nach der Saat ringsum den Aker Fäden von grobem Geſpinnſt, die drey Fuß hoch über der Erde an Pfähle befeſtigt ſind, zu ziehen, und an dieſe Fäden hin und wieder. Federn zu hängen, um dem Ganzen ein Anſehn zu geben, als wenn Vögel gefangen wären, um dieſe dadurch abzuſchre>en. Burger ſagt, daß in ſeiner Wirtbſchaft, die in einer obſtreichen Gegend liegt, und von den Vögeln häufig beſucht wird, dieſes Mittel immer hinlänglich ge- weſen ſey, ſeine Maisſaaten unverleßt zu erhalten, indeſſen in de- nen ſeiner Nachbarn große Verheerungen durch die Vögel ange: richtet wurden. Obſchon die Zwe>mäßigkeit dieſes Mittels gar nicht in Abrede zu ſtellen iſt, ſo iſt es doch gerathen, ſich nicht auf ein einziges Mittel zur Verſcheuchung der Vögel zu verlaſſen, Indem ſich die Vögel ſehr bald an daſſelbe gewöhnen, ſondern mit mehreren ſolc<en Mitteln abzuwechſeln, ſo daß die Vögel mit kei: nem derſelben. genau bekannt werden.;

Nächſt den Vögeln ſtellen auch die Mätiſe dem Samen ſehr nach, ſo wie auch verſchiedene Inſecten und Käfer, beſonders- die Werren und eine Art kleiner weißer Würmer, welche die Keime und Wurzeln des Mais zernägen, ſowohl die Samenkörner, als auch die Pflanzen zerſtören. Auch hiergegen hat man das Ein- beizen des Samens in Anwendung gebracht z allein dieſes Einbei- zen hindert keineswegs den Verluſt vieler Pflanzen; und da die nachtheilige Cigenſchaft dieſer Beizungen ſich keineswegs den Kkbi- men und Wurzeln der Pflanzen mittheilt, ſo helfen dieſe Mittel beſonders gegen diejenigen Feinde nichts, welche bloß den Keimen und Wurzeln der Maispflänzen nachſtellen.Viel ſicherer= ſagt Burger in dem oben angeführten Werke S. 194--glaube ich), werden dieſe ſchädlichen Thiere durch eben jene Operation vertilgt, wodurch die Fruchtbarkeit des Bodens und der Ertrag der Frucht vermehrr wird: ich meine durch ein öfteres Pflügen und Eggen. Dadurch, daß der zu Mais beſtimmte Aer im Herbſt tief gepflügt wird, und über Winter in rauhen Schollen liegen