Teil eines Werkes 
2 (1831)
Entstehung
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Vegekation der" Feldgewächſe, Der Mais.

(251) wohl'zu änpfehlen, ihn ſpäter ins Feld zu bringen, indem daſſelbe vorher moch mit andern Früchten benutt, und dem Kümmel eine min- dere Bodenrente zur Laſt geſchrieben werden kann. Dieſer Gründe wegen, und da der Kümmel, außer dein Lein, keine ſchädliche Vox- frucht unter den gewöhnlichen Feldgewächſen hat, und. auch nach ihm jede Frucht gebaut werden kann, die nicht ſehr viel Düngeſtoff verlangt, indem er in Hinſicht deſſen, was er dem Boden entzieht, dem Weizen gleich zu rechnen iſt, ſo'wurd er wohlbey der Drey- felderwirtbſchaft am beſten ſeinen Platz nach Braachrübſamen/ oder Raps finden /. nach denen der Boden locker iſt., und«uch ihrer zeitigen Aberndtung wegen die Saat des Kümmels nicht zu ſehr verſpätet wird. Der Kümmel würde dann die Stelle des Stoppel: winterroagens vertreten. Baut man keinen Rübſatmen oder Raps, ſo wird man wohl thun, die Braache im vorhergehenden Herbſt, ſobald die Sommerung abgeerndtet iſt,= man wähle beſonders diejenigen Plätze, wo Gerſte geſtanden hat, weil der Boden nach ibr, der ſorgfältigen Bearbeitung wegen, am lo&erſten iſt;== mit Dünger zu befahren, und nvch einige Bearbeitungsfurchen-er- folgen zu laſſen. Jm Frühjahr wird Gemenge geſärt, dieſes ſo zeitig als möglich abgebracht, ſo daß noch Zeit verbleibt, den Bo- den zum'Kümmel gehörig zu lo>ern, und vann dieſer anſtatt Win terung geſäet. Dadurch'wird man mit dem Feldumbruch nicht in Unordnung kommen, und der Boden wird auch indem Zuſtande der Lockerheit und Kraft ſeyn, wie ihn der Kümmel verlangt. Vebrigens kann man den Kümmel auch in Neubruch und nach Klee ſäen, und er geräth dann ganz vorzüglich» Bey einem an: dern Wirthſchaftsſyſtem läßt ſich biernacdy ſein Platz ſehr leicht beſtimmen,

Vegetation der Feldgewächſe, Behandlung während der Vegetation und Beſchüßung vor Unfälien. Der Emmer.

Vegetation und Behandlung während der Vegeta-

Ition'bis zur Ern.dte.

Im Weſentlichſten. gilt hier das, was über dieſen Gegen- ſtand beym Dinkel geſagt worden iſt. Da der Emmer jedod) nicht lagert, ſo iſt-auch bey ſeinem Uppigſien Wuchſe das Schröz pfen micht nöthig. Es ſcheint, daß er im tro&nen und warmen Sommer beſſer und ſicherer geräth, als in kalien und feuchten, wenigſtens wird er in letztern viel ſpäter reif.

Mais. Vegetationund Behandlung während der Vegeta- tion bi8 zur Erndte.

Der Mais iſt während ſeiner Vegetation manchen Unfällen und Krankheiten unterworfen und er verlangt daher bis zur Erndte eine unausgeſezte Aufmerkſamkeit. Gleich nach der Saat. ſtellen ihm verſchiedene Vögel ſehr nach, die durch die oben.aufiiegenden Samenkörner angelo>t werden, und wenn ſie deren nicht mehr finden, die leicht bedeckten Samen ausſcharren. Ja die ſelbſt ſchon 5 bis 6 Zoll hoben Pflanzen werden von den Bögeln ausgezogen.

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