484 Bau der Feldfrüchte. 6. Abſchn. Juny. (328)
daß es bey einer großen Menge Wieſen, mit der Heuerndte, oder gar mit der Getreideerndte zuſammentreffen könnte, ſo muß man allerdings ſeine Zuflucht zum Dreſchen in der Scheune nehmen, indem die Nübſamen- und Rapserndte vor dem Eintritt der Ge- treideerndte beendigt ſeyn muß. Wo man transportable Dreſch: tennen hat, welche überdeckt ſind, ſo kann man bey ſchlechter
Witterung das Dreſchen dieſer Früchte in dieſen auf dem Felde vornehmen.
Was das Specielle der Erntde und des Druſches anlangt, ſo
verweiſen wir im nachfolgenden Monat auf die Erndte und das Dreſchen.
Der ausgedroſchene Same darf nicht lange auf einem Hau- fen liegen, weil er ſich ſonſt erhitzt. Ein 24ſtündiges Liegen auf dem Haufen, wodurch er. ſich etwas erwärmt, hält man jedoch für vortheilhaft; indem die Samen dadurch eine etwas braune
arbe bekommen, was man für eine gute Eigenſchaft hält. Erfolgt dagegen durch ein längeres Liegenlaſſen ein förmliches Brennen
er Samen, ſo hat dieß einen nachtheiligen Einfluß auf das Oel. Das Reinigen des Samens muß mit der größten Sorgfalt durchs Wurfen und Sieben, oder durch das wiederholte Durchlaſſen auf beſondern Reinigungsmaſchinen erfolgen, Die Arbeiter müſ- ſen dabey in bloßen Füßen ſeyn, weil ſonſt viele Samen zexr- quetſcht werden, und die zerquetſchten Samen unter den andern im Haufen ſehr leicht ein Dumpfigwerden verurſachen, Der ge- reinigte Same muß auf einen trocknen Boden, anfänglich dünn, aufgeſchüttet und täglich umgewendet werden, bis er tro>en ge- worden iſt; aber auch dann iſt noh öfteres Umſchaufeln noth- wendig. Mit dem Verkauf, oder dem Ausſchlagen zu Oel muß man möglichſt eilen, weil man ſonſt am Maaß und Gewicht viel verliert, wenn der Same lange liegt. Man bewahrt auch die Samen dieſer Gewächſe bis zum Berkauf, wo man ſie erſt reinigt, in der Spreu„und man ſchüttet ſie dann dünn auf und wendet ſie oft. Man glaubt„ dadurch das Eintrocknen- der Samen“ zu verhindern, Es iſt dieß nur bey ſehr großem Bodenraum und beym Anbau im Kleinen zu empfehlen,
Ertrag,
Der Ertrag dieſer Gewächſe iſt in Hinſicht der Körnerver- mehrung ſehr groß, indem man nicht ſelten 80 bis 160 Körner erndtet,
Burger im 2, Bande ſeines Lehrbuchs der Landwirthſchaft S. 162 giebt den Ertrag beider Gewächſe folgendermaßen an: „„Der Ertrag kann im Durchſchnitt auf 24 bis 30 Wiener Meßen angeſchlagen werden. Nach einer Angabe in Thaers nieder- ſächſiſchen Annalen(I1. Jahrgang 4. S. 340), erndtet man in Nie- derſachſen gewöhnlich 27, in günſtigen Fällen wohl auch 31 Metzen pro Joch. Rixen erzählt(Thaers Annalen 1810, S. 307,), daß man in Holſtein im Durchſchnitte 41, manchmal auch wohl 50 Metzen vom Joch erndte. Podewils(1. Thl. S. 86.) ex- hielt 24 Metzen. Marſchall ſevpt in der Beſchreibung vyn York, hire(I1. Thl, S. 114.) den Mittelertrag auf 26, und den
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