Teil eines Werkes 
1 (1831)
Entstehung
Seite
485
Einzelbild herunterladen

| N|.: e.

| j5 Erndte der Feldgewächſe. Rübſen und Raps, 485

It, vder| 4 2 2(329)

"4| höchſten auf 33 Metzen. Die Mete wiegt 75 Pfund und giebt vn| 18 Pfund Oel.

Tehmen,|.

er Gi:| Thaer in ſeiner rationellen Landwirthſchaft(Band 3. S. ÜDreſh| 166.) ſagt über den Ertrag dieſer Gewächſe Folgendes:Der Er- hlechts| trag beym gewöhnlichen Anbau ſchwankt zwiſchen 5 und 12 Schef-

E| Felde| fel vom Magdeburger Morgen. Auf kräftigem Boden iſt er vom

ür- Rapſe ſtärker, als vom Rübſen. Der Preis dieſer Saat iſt ſchwan-

Einh, fg kend. Der Raps ſteht immer in höherem Preiſe, wie der Rübſen.

Wind das| Wer den Bau im Großen treibt, geht am ſicherſten, wenn er

dW.| ſelbſt eine Oelmühle anlegt, weil er dadurch nicht nur unab- | hängig von den Kaufleuten und Oelſchlägern wird, ſondern auch

A) Hau:| die zur Viehfütterung ſo nußbarcn Oelkuchen behält, die ſonſt

=? en auf mehrentheils von den Oelſchlägern zurückbehalten werden. Cine

TN jedoch eigne Oelpreſſe ventirt bey einem einigermaßen erheblichen Anbau

braune| ſehr hoch.

tfolgt| Eben daſelbſt wird ferner geſagt:Das Stroh dieſer Ge- 7 9 wächſe iſt freilich von keinem ſehr großen Belange 3 indeſſen ver- 6 M, dient es, wenn es gut eingekommen iſt, nicht ſo verächtlich be- zdurch handelt zu werden, wie es gewöhnlich geſchieht, da man ſich

m hlaſſen deſſelben nur durch das Verbrennen zu entledigen ſucht, und

s 7 mU: die Aſche dann freilich nützlich ausſtreut, Die Schafe freſſen

S1 zer: die Hülſen und Spitzen der Aeſte ſehr gern, und das Uebrige thut

IW nE im Miſte recht gute Dienſte.

= 000 Bemerkungen über den Rübſamen- und Raps-

== noth: ſamenbau,

Ee l muß Man kann im Allgemeinen rechnen, daß man vom Nübſamen ewicht von 4 bis 6 Maaß, je nachdem die Körner vollkommener und 73h die üblreicher ſind, ein Maaß Oel gewinnt; vom Rays noch etwas

OSeinigt, mehr. Man nimmt nach den verſchiedenen Preiſen dieſer Ge-

EE Soendet wächſe im Durchſchnitt den Reinertrag ſo hoch, als vom Wei-

=> en zu zen an, und in großen Wirthſchaften, wo man ſehr viel darauf

=n und rechnet, daß'die Erndte vor der Getreideerndte fällt, und man ſie mithin, da man zu dieſer Zeit weniger mit Arbeiten gedrängt iſt, wohlfeiler bewerkſtelligen kann, noch höher. Jn kleinen Wirthſchaften rechnet man den Ertrag von dieſen Gewächſen

Server: deßhalb höher, weil man durch ſie das nöthige Betriebscapital

EEE rner zur Erndte erhält, indem man ſie gewöhnlich noc vor dieſer | verkauft. Gewöhnlich nimmt man an, daß de? Bau dieſer Ge-

uz wächſe den Boden ausſauge, indem ſie durch Stroh, Wurzeln

1=iſchaft und Stoppeln nicht das an Bodenreichthum erſepten, was ſie

Zl an: entnehmen, und wenn auch die nach ihnen folgende Winterung

»<zNeben ſehr gut geriethe, indem zu dieſen Gewächſen immer ſtark ge- jeder: düngt würde, ſo würde doch im Allgemeinen der Bodenreich- 1 Nie: thum ſehr erſchöpft. Vielfältige Beobachtungen über den Vi-

baz(0-31 bau dieſer Gewächſe haben mir die Ueberzeugung aufgedrängt,

=S). Ss daß ſie den Boden weniger erſchöpfen, als Weizen 3 daß ſie aber,

= auch da ſie allerdings weniger Düngermaterial, als dieſer geben, im

Es|;) ei Allgemeinen den Boden gleich dieſem erſchöpfen. Was den Durch-

= 206771 ſchmttsreinertrag anlangt, ſo halte ich ihn nicht höher, als den

12 3) den vom Weizen z; aber in Erwägung der Vortheile, daß dieſe Ge-