Teil eines Werkes 
1 (1831)
Entstehung
Seite
483
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Erndte der Feldgewächſe, Rübſen und Raps. 433

Iyrtritt,;;;; 2(327) lam ganz reifen, indem ſie die noch im Stängel vorhandenen vligten I, und Säfte anziehen, nachreifen. Dann werden die Gebunde auf ei- D Wächſt nem Wagen, in welchem, um Körnerverluſt zu verhindern, eine rfüm: Plane vder Segeltuch ausgeſpannt iſt, in die Scheune gebracht. IWenn in der Zeit, wo die Gebunde in Haufen ſtehen, Regen-

ES edu r y En wetter eintritt, ſv muß man die Haufen ungerührt ſtehen laſſen, 11 denn die Körner leiden nicht, wenn auch das Stroh dumpfig is werden ſollte, wogegen dur) das Umlegen der Gebunde ein ſehr | großer Körnerverluſt verurſacht wird. Die in die Scheune ge- brachten Gebünde müſſen ſobald als möglich gedroſchen werden, Er weil das Stroh noch ſehr zäh und feucht iſt, durch ein länge- O9 res Liegenlaſſen im Haufen in der Scheune ſehr leicht eine Ent- zündung entſteht, und die Körner dadurch leiden, beſonders aber

dumpfig werden.

Werden dieſe: Gewächſe in großer Ausdehnung gebaut, ſo iſt es empfehlenswerther ſie auf dem Felde zu dreſchen, indem dadurc< die Arbeit ſehr vermindert wird. Es geſchieht auf fol-

| gende Weiſe. Sobald die Früchte vom Halme ſind, werden ſie | auf nicht zu große Hauſen gebracht, wenn nicht zu viel Gras

0:| in denſelben iſt, ſonſt werden ſie einige Tage auf dem Schwa- = mn| den gelaſſen... In manchen Gegenden ftellt man beſondere Fei: Sileiche| men auf, die eine Bede>ung von Stroh erhalten. In dieſen 4S|neh: Haufen bleiben nun die Früchte ſo lange liegen, bis man zum [Whtig: 1 Dreſchen ſchreiten kann. Wenn die Witterung gut und beſtän- owden!| dig iſt, und man mit dem Dreſchen bald anfangen kann, ko kann %- manſich auch der Mühe, die Früchte in Haufen zu bringen, - Ms überbeben, indem man ſie vom Schwaden weg, auf dem ſie ei= - und nige Zeit getro>net haben müſſen, zum Dreſchen nimmt, - ji Um das Dreſchen vollführen zu können, wird auf dem Felde El, dv folgende Einrichtung getroffen. Es wird ein Platz von Steinen wan DCN gehörig gereiniget, und die Stoppeln mit einer Schaufel abge- bracht. Auf dieſen Plab wird ein großes, ſtarkes, linnenes Tuch ms ii gebreitet, ſtraff angezogen und mit Pflöken befeſtiget. Der EE ah:| Rand dieſes Tuchs wird in die Höhe gezogen, ſv daß er eine aus dit: Einfaſſung um die Tenne bildet, Die Früchte werden nun von x fen dem Haufen oder vom Schwaden, mit der möglichſten Sorgfalt, Ds Hthle um Körnerausfall zu verhüten, auf Wagen gebracht, über wels auf<e Planen gebreitet ſind, und nach der Dreſchtenne gefahren. Dazten Bey den Haufen iſt es am beſten, wenn man, wenigſtens die 1| untern Lagen, vermittelſt zweyer Hebebäume, die unter fie ge- [ODF p= ſteckt werden, auf einmal auf den Wagen bringt, indem dieſel: ben den Körnerausfall der obern Lagen enthalten, der beym ein: = nen zelnen Auſladen der untern Lagen zum Theil verloren geht. aer ind, Das Dreſchen erfolgt nun durch Menſchen, oder noch ſchneller = durch Pferde, mit welchen man einigemal auf den ausgebreiteten rm| Früchten herumreitet. In beiden Fällen geht es ſehr ſchnell, in- iden dem der Same leicht ausfällt, Dieſe Art des Erndtens- hat vor - ſhui vem Einbringen in die Scheune den Borzug, daß ſie mit weni- a md ger Arbeit verbunden iſt; indem nicht nur das Binden der Früchte, = zul: ſondern auc) das nachherige Abtrocknen des Strohes erſpart wird, ben da ſelbiges auf dem Felde geſchehen kann. Wenn die Witterung

Edt. ſchlecht iſt, und das Dreſchen auf dem Felde ſv verzögert wird,