Teil eines Werkes 
1 (1831)
Entstehung
Seite
481
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ET) Vegetation der Feldgewächſe. Römiſche Chamille. 431 SEN 6(325) SE! Erndt; Die Siebenzeiten. npfiehlt Vegetation und Behandlung während der Vegeta» M taupe tion bis zur Erndte, = 08 Nach dem Aufgehen muß man die zu dicht ſtehenden Pflan- | tte ab: zen verdünnen, ſo daß ſie nur in einer Entfernung von 10 ; Zoll von einander ſtehen, Gegen das Unkraut ſind die Sieben- r eiten ganz beſonders empfindlich, und ſie muß daher ſehr ſorg- | Fältig gejätet werden. Auch das Behac>en und Behäufeln iſt BE: vet ihnen ſehr zuträglich, und. wenn ſie in Reihen geſäaet ſind, ſo Getg:| kann man ſie mit dem Schaufelpfluge ſchaufeln. Die Siebenzei-

ten gerathen in mäßig feuchten, aber recht warmen Jahren am

[|= daraus beſten. at mat; D= einge: Die römiſche Chamille. 6 der!| Vegetation und Behandlung bis zur Blüthe. 4 u Die Chamille muß während ihrer Vegetation rein von Un- - M9 hol| kraut gehalten, und wenn der Boden ſich ſehr geſeßt hat, be- 8 1| hackt werden. Sie liebt eine feuchte, aber mehr warme Witte- er Ae rung, indem ſie dann die Blüthen zu einer beträchtlichen Grö=-

| ße treibt. Naſſe und kalte Witterung hindern die Entwickelung der Blüthen, dieſelben werden klein und faulen bey unagusges

ſezter Näſſe leicht an der Biüthenſcheibe, SIF et,/ -: Der Honigthau und der Mehlthau, (is: Nor Es ſind über den Honigthau verſchiedene Meinungen vor- | iam Bode! handen. Am richtigſten möchte wohl die Meinung ſeyn, daß der Jen zwi Honigthau eine Krankheit. ſey, in deren Folge ein Ausſchwiten bauen,| eines ſüßen klebrigen Saftes erfolgt, nach welchem ſich bey ei- IPS in di) nigen Pflanzen ſehr ſchnell Blattläuſe zeigen. Auch folgt häufig K=: Vor danach der Roſt. Er äußert ſich durch Abſonderung einer- 7 hen, ſchmierigen Subſtanz auf den Stängeln und Blättern der Pflanzen, welche ſüß iſt, wie Honig, und auch deſſen Conſiſtenz hat 3; vorzüglich) bemerkt man ihn, wenn heiße Tage mit kalten Nächten abwechſeln, in den Monaten Juny und July. Rach der Yet Meinung der meiſten Naturforſcher iſt der Honigthau nichts als eine Ausdünſtungsmaterie der Gewächſe, welche durch den ſchnel- jz. T len Wechſel der Temperatur in dieſer Geſtalt erſcheint; daher jm: DD! zes er ſich auch vorzüglich an der Unterſfläche der Blätter, wo hw ekanntlich die Ausdünſtung am ſtärkſten iſt. Nicht alle neben- "= 10 einander ſtehenden Gewächſe werden vom Honigthau befallen, == aus| Oft leidet eine Pflanzenart allgemein vom Honigthau, und die- 3 Ut ſelbe danebenſtehende Pflanzenart, die zu einer verſchiedenen Zeit de-erfik geſäet worden iſt, wird davon nicht befallen. Mittel gegen den jeſt 31 Honigthau ſind nicht bekannt. (anz Auch der Mehlthau iſt eine Krankheit der Pflanzen. Es 1 NEE SU erfolgt zuerſt ein Ausſchwiten klebriger Tropfen, die vorzüglich 4 mm aus den Blättern, aber auch aus den Stängeln hervorquellen | mr St und hernach in eine weiße mehlartige Subſtanz verwandelt wer- jpzial:| den. Einige Naturforſcher glauben, der Mehlthau entſtehe durc Inſecten 3 andere halten ihn für kleine Pilze 3; wahrſcheinlich iſt ] er aber keins von beiden, ſondern, ſo wie der Honigthau, eine / DGS 7 ne v SER Z GEEÄEEGEE