478 Bau der Feldfrüchte, 6. Abſchn. Juny.
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em im Frühjahre geſäeten Waid dort, wo ſie zu dicht ſtehen, ;elichtet, ſo daß ſie nur in der früher angegebenen Diſtanz ſte- ien, Zugleich wird dabey das Unkraut ſorgfältig ausgejätet. Bey er breitwürfigen Saat thut man dieß gewöhnlich mit einem Stvoßeiſen, welches ſchaufelartig, an der Schneide 3x Zoll breit iſt und einen eiſernen, 7 Zoll langen Stiel hat, der oben mit einem hölzernen in die Quere ſtehenden Griffe verſehen iſt. Mit dieſem Inſtrumente werden die überflüſſigen Waidſtauden ſowohl, als das Unkraut weggeſchafft, indem man ſelbige abſtößt und ſo auch den Boden lockert. So oft ſich in der Folge Unkraut zeigt, ſo muß dieß immer ſorgfältig weggeſchafft werden, weil die Un- krautblätter, wenn ſie unter die Waidblätter kommen, deſſen Farbe und Güte verſchlechtern. Der in Neihen geſäete Waid wird entweder behackt, oder noch beſſer mit dem Schaufelpfluge bearbeitet, und nach Umſtänden mehrmals bearbeitet. Das ſich auf den Kämmen zeigende Unkraut muß übrigens ſorgfältig aus- gerauft werden.
Den im Herbſt geſäeten Waid überläßt man gewöhnlich ſich ſelbſt, und verdünnt nur die Pflanzen dort, wo ſie zu dicht ſte-
- hen. Wenn der Waid im Herbſte zu üppig heranwächſt, ſv kann
man ihn ſchröpfen und die Schröpfe zu Viehfutter benußen. Einige nehmen auch noch eine vollfommne Erndte von den Blät- tern 3 allein die gewonnenen Blätter ſind nur wenig reichhaltig an Farbe, und es erwächſt für den Waid der Schaden, daß er ſeiner ſchübenden Dec>e beraubt, von der Witterung im Winter und Frühjahr mehr leidet. Im folgenden Frühjahre wird dieſer Waid ſo behandelt, als der'im Frühjahre geſäete.
Sollen die Waidblätter vollkommen werden und viel Farbe- ſtoff erhalten, ſo darf es an abwechſelndem Regen, oder noh mehr an ſtarker Einwirkung der Sonne nicht mangeln. In naſ- ſen Jahren und bey mangelndem Sonnenſchein werden die Waid- blätter zwar groß, aber wenig farbenreich.
Der Coriander.
Vegetation und Behandlung während der Vege- tation bis zur Erndte,
Der Coriander liebt beym Aufgehen eine mehr feuchte Wit- terung, bey der Blüthe und beſonders bey Ausbildung der Sa- men aber eine warme Witterung, Wenn die Pflanzen an man- <hen Stellen zu dicht ſtehen, ſo müſſen ſie gelichtet werden, und ſobald ſich Unkraut zeigt, muß man jäten. Das Behacken und dabey das Behäufeln iſt dem Coriander ſehr zuträglich.
Der Senf.
Vegetation und Behandlung während der Vege- tation bis zur Erndte,
Der Senf verlangt beym Aufgehen eine mäßig feuchte Wit- terung, Froſt ſchadet ihm in ſeiner Jugend nicht leicht. Wenn die Pflanzen ungleich ſtehen, ſo müſſen ſie an den zu dicht ſte- henden Stellen gelichtet, und an den zu dünn ſtehenden ergänzt werden, Man muß dieß vornehmen, wenn die Pflanzen die
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